Rund 391.000 Fachkräfte fehlen derzeit in Deutschland – und in über 150 Berufen bleiben Stellen monatelang unbesetzt. Für dich heißt das: bessere Jobaussichten und mehr Spielraum beim Gehalt. In diesem Ratgeber erfährst du, welche Branchen am stärksten betroffen sind, wie du deine Position im Bewerbungsgespräch nutzt und was du mit einem guten Einstiegsgehalt am besten machst.
Fachkräftemangel bedeutet, dass Unternehmen offene Stellen über einen längeren Zeitraum nicht mit passend qualifizierten Bewerber besetzen können. Aktuell fehlen in Deutschland rund 391.000 Fachkräfte. Zwar ist diese Lücke gegenüber dem Vorjahr leicht gesunken – der Rückgang ist aber vor allem konjunkturell bedingt und nicht das Ende des Problems.
Die Ursachen sind strukturell. Der wichtigste Treiber ist der demografische Wandel: Die geburtenstarken Babyboomer-Jahrgänge gehen in Rente, und es rücken deutlich weniger junge Menschen nach. Gleichzeitig verändert die Digitalisierung Kompetenzprofile schneller, als Ausbildung und Weiterbildung mithalten können. Wie groß der Engpass ist, zeigt eine Zahl deutlich: Eine offene Fachkraftstelle bleibt im Schnitt rund 173 Tage – also fast sechs Monate – unbesetzt. Für die Wirtschaft bedeutet das einen jährlichen Wertschöpfungsverlust von etwa 49 Milliarden Euro.
Am stärksten betroffen sind IT und Digitalisierung , Gesundheits- und Pflegeberufe, technische Berufe sowie Handwerk und Bau. In der IT sind laut Bitkom rund 109.000 Stellen unbesetzt, und allein in der Softwareentwicklung entstehen bis 2026 zehntausende neue Jobs. In Pflege und Erziehung ist der Engpass seit Jahren chronisch, und die Energiewende treibt die Nachfrage nach Elektriker, Mechatroniker und Ingenieure zusätzlich in die Höhe.
Als Engpassberuf stuft die Bundesagentur für Arbeit einen Beruf dann ein, wenn deutlich mehr Stellen angeboten werden, als es passende Bewerber gibt. Aktuell gelten über 150 Berufsgruppen als Engpassberufe. Dazu zählen unter anderem Softwareentwicklung und IT-Sicherheit, Alten- und Krankenpflege, Elektro- und SHK-Handwerk, Bau- und Tiefbauberufe, Erziehungsberufe sowie viele Ingenieur- und Energietechnik-Berufe.
Für Berufseinsteiger ist der Fachkräftemangel vor allem eine Chance, weil ein Mangel an Bewerber die Verhandlungsposition auf deine Seite zieht. Wo Unternehmen um Talente konkurrieren, kannst du zwischen Angeboten wählen, statt dich mit dem erstbesten zufriedenzugeben. Das bringt dir gleich mehrere Vorteile: hohe Jobsicherheit, bessere Aufstiegschancen, mehr Spielraum bei Gehalt und Benefits – und in vielen gefragten Feldern sogar Wege für Quereinsteiger .
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Der schnellste Gehaltssprung? Der Jobwechsel. Ein interner Aufstieg bringt in den ersten Berufsjahren typischerweise 5 bis 10 Prozent mehr Gehalt. Ein Wechsel zu einem neuen Arbeitgeber dagegen oft 15 bis 25 Prozent. Im gefragten Markt ist dein Profil dein stärkstes Argument – nutze es bewusst. |
Du nutzt den Fachkräftemangel bei der Gehaltsverhandlung , indem du dein gefragtes Profil mit aktuellen Marktdaten untermauerst und selbstbewusst eine konkrete Zahl nennst. Recherchiere vorab dein realistisches Gehaltsband über Gehaltsrechner und Benchmark-Tools – und nenne dann keine glatte, sondern eine begründete, krumme Summe. Das signalisiert Vorbereitung und Marktkenntnis.
Zur Orientierung: Das durchschnittliche Einstiegsgehalt für Absolventen liegt 2026 bei rund 45.000 Euro brutto im Jahr. In gefragten Feldern wie IT, Ingenieurwesen und Finanzen sind auch 50.000 bis 65.000 Euro drin. Denk außerdem ans Gesamtpaket: Homeoffice, Jobticket, Weiterbildungsbudget und vermögenswirksame Leistungen können dein Angebot spürbar aufwerten.
Ein gefragtes Profil und ein gutes erstes Gehalt sind die halbe Miete – entscheidend ist, was du daraus machst. Genau hier setzen wir an: Unsere MLP Berater und Beraterinnen helfen dir, dein Einstiegsgehalt von Anfang an strategisch einzusetzen – von der ersten Rücklage über vermögenswirksame Leistungen bis zum langfristigen Vermögensaufbau . So wird aus deinem Startvorteil ein echter Vorsprung.
Die besten Jobaussichten bieten aktuell Informatik, Ingenieurwissenschaften und MINT-Fächer allgemein sowie Gesundheits- und Pflegestudiengänge. In diesen Bereichen ist der Bedarf so hoch, dass Absolventen faktisch eine Jobgarantie haben – häufig verbunden mit überdurchschnittlichen Einstiegsgehältern. Aber auch mit einem weniger „technischen“ Abschluss stehst du gut da: Entscheidend ist, dass du gefragte Kompetenzen mitbringst und deinen Marktwert kennst.
Der Fachkräftemangel ist für die Wirtschaft eine Belastung – für dich am Berufsstart ist er ein Rückenwind. In über 150 Engpassberufen fehlen qualifizierte Leute, die Verhandlungsmacht liegt zunehmend bei den Bewerber, und gefragte Abschlüsse bringen Sicherheit und gute Gehälter.
Der Schlüssel ist, diese Ausgangslage bewusst zu nutzen: dein Profil kennen, mit Marktdaten selbstbewusst verhandeln und das erste Gehalt klug einsetzen. Wie du deinen Berufseinstieg finanziell optimal aufstellst – von der Gehaltsstrategie bis zum Vermögensaufbau –, besprichst du am besten persönlich mit den MLP Beratern und Beraterinnen.
Fachkräftemangel bedeutet, dass Unternehmen offene Stellen längere Zeit nicht mit passend qualifizierten Bewerber besetzen können. In Deutschland fehlen aktuell rund 391.000 Fachkräfte. Als Ursachen gelten vor allem der demografische Wandel und der schnelle Wandel gefragter Kompetenzen.
Besonders betroffen sind IT und Digitalisierung, Gesundheits- und Pflegeberufe, technische Berufe sowie Handwerk und Bau. Allein in der IT sind laut Bitkom rund 109.000 Stellen unbesetzt. Auch die Energiewende verschärft den Bedarf an technischen Fachkräften.
Weil ein Mangel an Bewerber die Verhandlungsposition zu deinen Gunsten verschiebt. Das bedeutet höhere Jobsicherheit, mehr Auswahl und größeren Spielraum bei Gehalt und Benefits. Gerade in Engpassberufen können auch Einsteiger selbstbewusst verhandeln.
Die besten Aussichten bieten Informatik, Ingenieurwissenschaften und MINT-Fächer sowie Gesundheits- und Pflegestudiengänge. In diesen Bereichen ist der Bedarf besonders hoch. Entscheidend bleibt aber immer, dass du gefragte Kompetenzen mitbringst.
Carolin Gellert
Hi, ich bin Carolin!
Seit 2020 leite ich den Bereich Development & Design bei MLP. Mit über 12 Jahren Erfahrung im Finanzdienstleistungsbereich, bin ich Expertin für Finanz-, Versicherungs- und Vorsorgethemen. Außerdem beschäftige ich mich Themen rund um Prozessmanagement, Leadership und Coaching. Mein Anspruch ist es, Inhalte zu entwickeln, die Orientierung bieten, Transparenz schaffen und zeigen, wie vielseitig die Finanzwelt sein kann. Dabei ist es mir wichtig, Wissen verständlich zu vermitteln und den Mehrwert unserer Services und Lösungen erlebbar zu machen.