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Datum
07.08.2026

KfW-Studienkredit: So finanzierst du dein Studium

Stehen dir nicht genug finanzielle Mittel für dein Studium zur Verfügung? Der KfW-Studienkredit der Kreditanstalt für Wiederaufbau richtet sich speziell an Studierende und ist – anders als BAföG – nicht an dein Einkommen gebunden. Wir zeigen dir, welche Voraussetzungen gelten, wie du den KfW-Kredit online beantragst und wie die Rückzahlung nach dem Studium funktioniert.

KfW STudienkredit / MLP Financify / Zwei Studierende planen am Küchentisch die Finanzierung ihres Studiums mit dem KfW-Studienkredit.
(Bild KI-generiert)

Das Wichtigste in Kürze

  • Was es ist: Der KfW-Studienkredit ist ein Darlehen der Kreditanstalt für Wiederaufbau speziell für Studierende. Er finanziert deinen Lebensunterhalt – Miete, Essen, Lernmaterialien.
  • Einkommensunabhängig: Anders als BAföG ist der KfW-Studienkredit nicht an Einkommen und Vermögen gebunden. Es gelten nur wenige Grundvoraussetzungen.
  • Wie viel Geld: Du bekommst monatlich zwischen 100 und 650 Euro ausgezahlt – die Höhe passt du deinem Bedarf an.
  • Der Haken: Während BAföG nur zur Hälfte zurückgezahlt wird, ist der KfW-Kredit vollständig rückzahlungspflichtig. Nach Studium und Karenzphase zahlst du in monatlichen Raten zurück.
  • Kombinierbar: BAföG und KfW-Studienkredit lassen sich parallel beziehen und werden nicht gegeneinander verrechnet.

Was ist der KfW-Studienkredit?

Der KfW-Studienkredit ist ein Angebot der KfW-Bank (Kreditanstalt für Wiederaufbau) speziell für Studierende in Deutschland. Das Darlehen der staatlichen Förderbank finanziert deinen Lebensunterhalt während des Studiums – also Miete, Essen und Lernmaterialien. Der entscheidende Unterschied zu BAföG: Der KfW-Kredit ist nicht an dein Einkommen gebunden. Egal, wie viel du selbst verdienst oder wie hoch das Einkommen deiner Eltern ist – du kannst den KfW-Studienkredit beantragen.

Die Auszahlung läuft anders als bei einem klassischen Ratenkredit: Du bekommst keine einmalige Summe, sondern jeden Monat einen festen Betrag auf dein Konto überwiesen. Die monatliche Auszahlungshöhe liegt aktuell zwischen 100 und 650 Euro und lässt sich an deinen individuellen Bedarf anpassen. Vergiss dabei nicht: Du zahlst den Kredit später vollständig zurück. Nimm deshalb nur so viel auf, wie du wirklich brauchst.

Welche Voraussetzungen gelten für den KfW-Studienkredit?

Weil du den Studienkredit – wie auch BAföG – nach dem Abschluss zurückzahlen musst, knüpft die Förderbank die Vergabe an einige Grundvoraussetzungen. Die Hürden sind allerdings niedrig. Du kannst den KfW-Studienkredit beantragen, wenn du:

  • mindestens 18 und höchstens 44 Jahre alt bist (hier gelten feste Stichtage)
  • an einer staatlich anerkannten Hochschule, Fachhochschule oder Universität in Deutschland eingeschrieben bist
  • die deutsche Staatsangehörigkeit besitzt – oder als Studierende beziehungsweise Studierender aus dem Ausland einen entsprechenden Aufenthaltsstatus hast (etwa als EU-Bürgerin oder EU-Bürger oder mit Daueraufenthalt)

Wichtig zu wissen: Für internationale Studierende gelten teilweise Einschränkungen bei der Kreditvergabe. Die aktuellen Bestimmungen kannst du jederzeit auf der offiziellen Webseite der KfW-Bank einsehen.

Spielt deine Bonität oder SCHUFA eine Rolle?

Ja, aber deutlich weniger als bei einem klassischen Bankkredit. Einen Einkommens- oder Vermögensnachweis brauchst du nicht, Sicherheiten oder Bürgen ebenfalls nicht. Die KfW prüft jedoch deine Bonität über eine SCHUFA-Abfrage. Harte Negativmerkmale – etwa eine laufende Privatinsolvenz oder ein Eintrag aus einem Vollstreckungsverfahren – können dazu führen, dass dein Antrag abgelehnt wird. Eine dünne SCHUFA-Historie, wie sie bei Studierenden ohne bisherige Kredite normal ist, ist dagegen kein Ausschlusskriterium.

Gilt der KfW-Kredit auch für Teilzeit-, Fern- oder Zweitstudium?

Die Studienform spielt bei der Kreditvergabe grundsätzlich keine Rolle. Ob Vollzeit oder Teilzeit, Bachelor oder Master, duales Studium, Fernstudium oder ein berufsbegleitendes Studium: Der KfW-Studienkredit steht dir offen. Auch in einem höheren Semester oder im Zweitstudium kannst du ihn noch beantragen. Für ein Auslandssemester gilt: Solange du an deiner deutschen Hochschule eingeschrieben bleibst, läuft die Auszahlung in der Regel weiter – kläre die Details aber vorab mit der KfW.

KfW-Studienkredit und BAföG kombinieren – geht das?

Ja! Du kannst KfW-Studienkredit und BAföG gleichzeitig beziehen. Es handelt sich um zwei völlig unterschiedliche Leistungen, die nicht miteinander verrechnet werden. Die monatliche Summe der KfW-Bank auf deinem Konto wird also nicht auf dein BAföG angerechnet.

Der wesentliche Unterschied: BAföG ist eine staatliche Förderung, die von deinem Einkommen und Vermögen sowie dem deiner Eltern abhängt. Der KfW-Kredit ist ein Darlehen – genau genommen sind es Schulden, die du irgendwann vollständig zurückzahlst. Vergiss das nicht.

Übrigens: Was ist besser – BAföG oder KfW-Kredit? Bei der Finanzierung deines Studiums solltest du dich grundsätzlich zuerst um BAföG kümmern. Der Vorteil liegt auf der Hand: BAföG musst du nur zur Hälfte zurückzahlen . Der KfW-Studienkredit ist dagegen vollständig rückzahlungspflichtig.

Musst du den Studienkredit im BAföG-Antrag angeben?

Ja. Auch wenn beide Leistungen unabhängig voneinander sind, gehört der KfW-Kredit in deinen BAföG-Antrag – und zwar als Schulden. Trag ihn in das Feld mit dem Vermerk „sonstige Schulden, auch Verbindlichkeiten aus Studienkrediten und dem Bildungskreditprogramm des Bundes, nicht jedoch Darlehen nach dem BAföG“ ein.

KfW-Studienkredit online beantragen – Schritt für Schritt

Den Antrag für den KfW-Studienkredit stellst du bequem als Online-Antrag über das KfW-Kundenportal oder eine Vertriebspartnerbank. Nachfolgend erklären wir dir Schritt für Schritt, wie du den KfW-Kreditantrag stellst.

KfW-Studiienkredit beantragen Infograik / MLP Financify

Zuerst gibst du deine persönlichen Daten an: Name, Adresse, Geburtsdatum, Bankverbindung sowie Angaben zu deinem Studium. Auch die gewünschte monatliche Auszahlungshöhe legst du direkt im Formular fest.

Für den Antrag brauchst du folgende Nachweise:

  • gültiger Personalausweis oder Reisepass
  • aktuelle Immatrikulationsbescheinigung deiner Hochschule, Fachhochschule oder Universität
  • gegebenenfalls Nachweis über Anschrift oder Aufenthaltsstatus bei Studierenden aus dem Ausland

Damit die KfW-Bank sicherstellen kann, dass der Antrag wirklich von dir stammt, musst du dich persönlich identifizieren – meist per Video-Ident oder Post-Ident. Anschließend reichst du deine Nachweise ein. In den meisten Fällen lädst du die Dokumente direkt online hoch, alternativ schickst du sie per Post an die Förderbank.

Sind deine Unterlagen vollständig geprüft, bekommst du den Kreditvertrag per Post oder elektronisch zugeschickt. Ein Tipp: Nimm dir ausreichend Zeit, um die Bedingungen gründlich zu lesen und alle Vertragsdaten zu kontrollieren. Stimmt alles, unterschreibst du und sendest den Vertrag zurück.

In der Regel überweist dir die KfW-Bank im Folgemonat nach Vertragsabschluss die erste Rate auf dein Konto. Das war’s schon – easy, oder?

Gut zu wissen: Für den KfW-Studienkredit gibt es keine Fristen, du kannst ihn also jederzeit beantragen. Der beste Zeitpunkt ist kurz vor Studienbeginn. Lass dir aber nicht zu viel Zeit: Von der Antragstellung über die Prüfung bis zur ersten Auszahlung können einige Wochen vergehen.

Der Tag wird gern verdrängt, aber er kommt: die Rückzahlung des KfW-Studienkredits. Nach der letzten monatlichen Auszahlung startet zunächst die sogenannte Karenzphase. Diese Verschnaufpause kannst du nutzen, um dich nach dem Studium beruflich aufzustellen und ein Einkommen aufzubauen – das Geld wirst du brauchen, sobald die Tilgung beginnt.

Je nach Vereinbarung wird die erste Rate nach sechs bis 23 Monaten Karenzzeit fällig. Die Höhe deiner monatlichen Rückzahlungsrate steht im Vertrag. Hast du einmal mehr Geld zur Verfügung, sind Sondertilgungen meist ohne zusätzliche Gebühren möglich. Der Zinssatz bleibt variabel – ein Blick auf die aktuelle Zinsentwicklung lohnt sich also.

Es kann passieren, dass die Rückzahlung von KfW-Studienkredit und BAföG zeitlich zusammenfällt. Beide Leistungen sind unabhängig voneinander und haben eigene Regeln und Fristen. Deshalb gilt: Informiere dich frühzeitig über deine Rückzahlungstermine und nimm nur so viel Kredit auf, wie du später auch stemmen kannst.

Unsere Tipps: Speichere alle Unterlagen, Nachweise und Verträge digital und analog, damit du sie jederzeit griffbereit hast. Lies dir außerdem alle Vertragsunterlagen gründlich durch und frag beim Kreditanbieter nach, sobald etwas unklar ist – besonders bei Zinsen, Rückzahlung und Karenzzeiten.

Unser Tipp: Deine Studienfinanzierung von Anfang an durchrechnen

Ein Kredit ist immer nur ein Baustein deiner Finanzierung – neben BAföG, Stipendium und Nebenjob. Deine MLP Beraterin oder dein MLP Berater rechnet gemeinsam mit dir durch, wie viel Fremdfinanzierung in deiner Situation wirklich sinnvoll ist und wie du die spätere Rückzahlung schon heute in deine Budgetplanung einbaust. So startest du ohne böse Überraschungen ins Berufsleben.

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Fazit: KfW-Studienkredit als sinnvolle Ergänzung zum BAföG

Zur Finanzierung deines Studiums steht dir neben BAföG auch der Studienkredit der KfW-Bank zur Verfügung. Das Darlehen der Kreditanstalt für Wiederaufbau ist – anders als BAföG – nicht an Einkommen und Vermögen gebunden und richtet sich speziell an Studierende in Deutschland. Beide Leistungen lassen sich problemlos kombinieren. Der große Unterschied: BAföG zahlst du nur zur Hälfte zurück, den KfW-Kredit vollständig. Ob sich der Antrag für dich lohnt, musst du selbst entscheiden. Fest steht: Der KfW-Studienkredit verschafft dir mehr finanzielle Freiheit im Studium – vorausgesetzt, du planst die Rückzahlung von Anfang an mit ein.

Du bist dir unsicher, welcher Finanzierungsmix zu deiner Situation passt? Deine MLP Beraterin oder dein MLP Berater ordnet BAföG, Studienkredit und Alternativen für dich ein – und behält dabei auch deine Finanzen nach dem Abschluss im Blick.

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Häufige Fragen zum KfW-Studienkredit

Der häufigste Grund für eine Ablehnung oder eine pausierte Auszahlung sind fehlende oder veraltete Nachweise – allen voran die Immatrikulationsbescheinigung, die du jedes Semester neu einreichen musst. Auch falsche Angaben oder eine nicht gemeldete Adressänderung führen dazu, dass die KfW-Bank die Zahlung stoppt. Setz dir am besten eine wiederkehrende Erinnerung im Kalender und melde Änderungen sofort.

Am besten kurz vor Studienbeginn oder rechtzeitig vor dem Semester, in dem du das Geld brauchst. Fristen gibt es keine – du kannst den KfW-Kredit jederzeit beantragen, auch in einem höheren Semester. Plane aber einige Wochen Bearbeitungszeit ein, denn die erste Auszahlung erfolgt frühestens im Monat nach Vertragsabschluss.

Der KfW-Studienkredit wird variabel verzinst. Die KfW passt den Zinssatz halbjährlich an, üblicherweise zum 1. April und zum 1. Oktober. Deine Zinsbelastung kann sich also sowohl während der Auszahlungs- als auch während der Rückzahlungsphase verändern. Den aktuell gültigen Satz findest du immer auf der Webseite der KfW – rechne ihn vor der Antragstellung in deine Gesamtkosten ein.

Wenn du keinen BAföG-Anspruch hast, bleiben dir mehrere Wege: der KfW-Studienkredit, der Bildungskredit des Bundes, Stipendien, ein Nebenjob oder Unterstützung durch die Familie. Am sinnvollsten ist meist ein Mix aus mehreren Quellen – so hältst du deine Schuldenlast am Ende klein. Und: Bewirb dich ruhig auch mit durchschnittlichen Noten auf Stipendien, denn viele Förderwerke bewerten Engagement und Motivation stärker als den Notenschnitt.

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