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Datum
17.07.2026

BAföG beantragen: In 12 Schritten zur Studienfinanzierung

Vom Erstantrag bis zur Rückzahlung – so sicherst du dir Schritt für Schritt deine staatliche Förderung fürs Studium.

Kein Geld für die Uni? Dann solltest du BAföG beantragen – die staatliche Förderung steht dir zu, wenn weder du noch deine Familie dein Studium allein finanzieren können. Der Weg dahin ist einfacher, als viele denken: In diesem Guide zeigen wir dir in 12 klaren Schritten, wie du den BAföG-Antrag stellst, worauf du im Studium achten musst und wie später die Rückzahlung läuft.

MLP Financify / Studierende beim BAföG beantragen am Tisch.
(Bild KI-generiert)

Das Wichtigste in Kürze

  • Was ist BAföG? Eine staatliche Förderung, mit der du dein Studium finanzierst. Bei Studierenden besteht sie zur Hälfte aus Zuschuss und zur Hälfte aus einem zinslosen Darlehen – zurückgezahlt wird nur der Darlehensanteil, höchstens 10.010 €.
  • Anspruch: Wenn deine Eltern dein Studium nur teilweise oder nicht finanzieren können – und du bei Studienbeginn noch keine 45 Jahre alt bist.
  • Früh dran sein: Erstantrag direkt nach der Immatrikulation beim Studierendenwerk stellen, am schnellsten online. Fehlende Unterlagen zügig nachreichen.
  • Nebenjob: Bis zu 603 € brutto im Monat (Minijob-Grenze seit 2026) bleiben anrechnungsfrei.
  • Höhe: Der BAföG-Höchstsatz liegt 2026 bei bis zu 992 € im Monat.

BAföG beantragen in 12 Schritten – so geht's

Von der ersten Voraussetzung bis zur letzten Rate: Die folgenden 12 Schritte begleiten dich durch den kompletten BAföG-Weg. Du kannst sie der Reihe nach durchgehen – oder direkt zu dem Schritt springen, der dich gerade betrifft.

BAföG beantragen: Voraussetzungen und Erstantrag

Zuerst die Voraussetzungen: BAföG ist bedarfsabhängig – du hast Anspruch, wenn deine Eltern dein Studium nur teilweise oder gar nicht finanzieren können. Gefördert werden Vollzeit-Studiengänge mit Bachelor-, Master- oder Diplomabschluss sowie darauf aufbauende (konsekutive) Studiengänge. Wichtig ist außerdem die Altersgrenze: Bei Studienbeginn darfst du das 45. Lebensjahr noch nicht vollendet haben (2022 von zuvor 30 bzw. 35 Jahren angehoben).

Erst mit der Immatrikulation kannst du den Erstantrag stellen. Reiche ihn beim Studierendenwerk deiner Hochschule ein – am schnellsten digital über das offizielle Online-Portal. Hier gilt: je früher, desto besser, denn erst nach Antragseingang fließt dein Geld.

Fehlen noch Nachweise, reichst du sie so schnell wie möglich nach. Je länger du wartest, desto mehr verzögern sich Bearbeitung, Bewilligung und Auszahlung deiner Förderung.

Nach der Prüfung erhältst du einen schriftlichen Bewilligungsbescheid. BAföG wird in der Regel für 12 Monate bewilligt. Damit danach keine Zahlungslücke entsteht, stellst du den Folgeantrag rund zwei Monate vor Ablauf des Bewilligungszeitraums.

BAföG im Studium: Fachwechsel, Nebenjob und Leistungsnachweis

Einen Studienfachwechsel kannst du einmal vornehmen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt – etwa, wenn dir das Fach schlicht nicht liegt. Wichtig: Melde den Wechsel sofort dem BAföG-Amt.

Ein Nebenjob ist erlaubt. Bis zur Minijob-Grenze bleibt dein Verdienst anrechnungsfrei; liegt dein Einkommen darüber, wird der übersteigende Teil auf die Förderung angerechnet. Kläre größere Jobs vorher mit dem Amt, um Kürzungen zu vermeiden.

In der Regel nach dem vierten Fachsemester weist du dem Amt mit dem Leistungsnachweis nach, dass du dein Studium ernsthaft verfolgst. Das Formular bekommst du beim Prüfungsamt deines Studiengangs.


Unser Tipp: Deine Studienfinanzen clever aufstellen

BAföG deckt selten alle Kosten ab – zwischen Nebenjob, Miete und der späteren Rückzahlung behältst du mit einem klaren Plan den Überblick. Bei MLP schauen wir gemeinsam mit dir auf deine gesamte Studienfinanzierung und zeigen dir, wie du dein Geld sinnvoll einteilst und schon im Studium den Grundstein für später legst.

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BAföG-Förderung: Wann sie endet und wie es weitergeht

Deine Förderung ist an die Förderungshöchstdauer gekoppelt – im Wesentlichen die Regelstudienzeit deines Studiengangs. Brauchst du etwas länger, kannst du einmalig ein Flexibilitätssemester über die Förderungshöchstdauer hinaus nutzen. Reicht auch das nicht, ist ein KfW-Studienkredit eine Option für die restlichen Semester – behalte hier aber die Zinsen im Blick.

BAföG-Rückzahlung: Wann, wie viel und wie du sparst

Keine Sorge vor der Rückzahlung: Zurück zahlst du nur den Darlehensanteil – also die Hälfte deiner Förderung – und das ist auf höchstens 10.010 € gedeckelt. Zuständig ist das Bundesverwaltungsamt (BVA), nicht das BAföG-Amt.

Teile dem BVA jede Änderung deiner Daten – etwa einen Umzug – sofort mit. Sonst erreicht dich der Rückzahlungsbescheid nicht rechtzeitig und es kann eine Adressermittlungsgebühr von rund 25 € anfallen.

Spätestens fünf Jahre nach dem Ende der Förderungshöchstdauer flattert der Feststellungs- und Rückzahlungsbescheid ins Haus. Er nennt die Förderungshöchstdauer, die Summe der Förderungen und den Betrag, den du zurückzahlst.

Du hast die Wahl: in monatlichen Raten (Regelrate 130 €) oder vorzeitig in einer Summe. Welche Option besser passt, hängt allein von deiner finanziellen Situation ab.

Zahlst du vorzeitig und in einer Summe zurück, profitierst du von einem Nachlass. Die genaue Höhe kannst du vorab in der Nachlasstabelle des BVA einsehen – so sparst du am Ende bares Geld.

Fazit: In 12 Schritten entspannt zum BAföG

Wie du siehst, ist der Weg zur Studienfinanzierung kein Hexenwerk. Mit BAföG steht dir eine staatliche Förderung zu, sobald du die Voraussetzungen erfüllst – und mit diesen 12 Schritten hast du den kompletten Ablauf vom Antrag bis zur Rückzahlung im Griff. So kannst du dich voll auf dein Studium konzentrieren.

Unsicher, ob sich BAföG für dich lohnt oder wie du deine Studienfinanzierung insgesamt rund machst? MLP unterstützt dich mit einer Einschätzung – von der Förderung bis zur langfristigen Planung.

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Häufige Fragen zu BAföG

BAföG bekommst du, wenn deine Eltern dein Studium nicht oder nur teilweise finanzieren können, du einen förderfähigen Vollzeit-Studiengang belegst und bei Studienbeginn noch keine 45 Jahre alt bist. Ob und wie viel dir zusteht, hängt vom Einkommen deiner Eltern sowie deinem eigenen Einkommen und Vermögen ab.

Der BAföG-Höchstsatz liegt 2026 bei bis zu 992 € im Monat (auswärts wohnend, mit eigener Krankenversicherung). Wie viel du tatsächlich erhältst, hängt von deiner Wohnsituation sowie deinem eigenen und dem elterlichen Einkommen ab. Ein BAföG-Rechner gibt dir eine erste Orientierung.

Bis zu 603 € brutto im Monat – das entspricht der Minijob-Grenze seit 2026 – darfst du anrechnungsfrei dazuverdienen, ohne dass dein BAföG gekürzt wird. Verdienst du mehr, wird der übersteigende Teil angerechnet.

Nein. Studierenden-BAföG besteht zur Hälfte aus einem Zuschuss und zur Hälfte aus einem zinslosen Darlehen – nur das Darlehen zahlst du zurück, und das ist auf höchstens 10.010 € gedeckelt. Den Zuschussanteil behältst du komplett.

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