Haushaltsbuch führen: Der erste Schritt zur finanziellen Übersicht
Du willst wissen, wo dein Geld jeden Monat hingeht? Dann ist ein Haushaltsbuch der Schlüssel. Dabei handelt es sich um eine strukturierte Auflistung aller Einnahmen und Ausgaben – klingt vielleicht erstmal nach Aufwand, zahlt sich aber aus.
Auch wenn du neben dem Studium keinen Nebenjob hast, gibt es vermutlich mehr Einnahmen, als du denkst:
- Einnahmen durch Nebenjobs oder Werkstudententätigkeit
- BAföG oder
Stipendien
- Regelmäßige Unterstützung durch die Eltern
- Unterhaltszahlungen
Bei den Ausgaben solltest du zwischen fixen Kosten (Miete, Strom, Internet, Mobilfunk) und variablen Kosten (Lebensmittel, Freizeit, Kleidung) unterscheiden. Der Trick: Wenn du jede Ausgabe eintragen musst, überlegst du automatisch zweimal, ob sie wirklich nötig ist.
Sparziel setzen und monatlich Rücklagen bilden
Ohne Ziel kein Plan – das gilt auch fürs Geld sparen im Studium. Ein konkretes Sparziel hilft dir, motiviert zu bleiben und auf etwas hinzuarbeiten. Vielleicht träumst du von einem Auslandssemester, einem eigenen Auto oder einfach von mehr finanzieller Sicherheit?
Als Faustregel für Rücklagen gelten drei Netto-Monatsgehälter. Dieser Notgroschen schützt dich vor unerwarteten Ausgaben wie einer kaputten Waschmaschine, Arztrechnungen oder einer vorübergehenden Arbeitslosigkeit.
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Auch kleine Beträge zählen: Selbst wenn du nur 20 bis 50 Euro im Monat zurücklegen kannst – es summiert sich! Über ein Jahr sind das bis zu 600 Euro. Und wenn du dein Geld zusätzlich sinnvoll anlegst, profitierst du langfristig vom Zinseszinseffekt.
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Krankenversicherung: Günstige Tarife für Studierende nutzen
Auch im Studium musst du krankenversichert sein. Sind deine Eltern gesetzlich versichert, kannst du bis zu deinem 25. Lebensjahr in der Familienversicherung bleiben – kostenlos.
Sobald du älter bist oder monatlich mehr als 538 Euro (Stand 2026) verdienst, brauchst du eine eigene Versicherung. Die gute Nachricht: Krankenkassen bieten vergünstigte Studierendentarife, bei denen du oft nur etwa 120 Euro pro Monat zahlst – deutlich weniger als reguläre Beiträge.
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Tipp: Vergleiche verschiedene Krankenkassen online und achte auf Zusatzleistungen wie Kostenübernahme für Vorsorge, Zahnreinigung oder Auslandsreisen. Ein Versicherungscheck lohnt sich!
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Studierendenkonto: Kostenlose Konten im Vergleich
Für dein Finanzmanagement brauchst du ein Girokonto – und als Studierender kannst du von speziellen Angeboten profitieren. Viele Banken bieten
kostenlose Studierendenkonten
ohne Kontoführungsgebühren an.
Worauf du achten solltest:
- Keine Kontoführungsgebühren
- Kostenlose Girocard und oft auch kostenlose Kreditkarte
- Kostenlose Bargeldabhebungen (mindestens in Deutschland)
- Online-Banking und Banking-App
- Keine Mindestgeldeingänge erforderlich
Wichtig: Lies das Kleingedruckte! Manche Angebote gelten nur bis zu einem bestimmten Alter (z. B. 27 Jahre) oder setzen eine Mindestnutzung voraus.
Studierendenrabatte 2026: Wo du richtig sparst
Es gibt unzählige Möglichkeiten, als Studierender zu sparen – du musst nur danach fragen oder aktiv recherchieren. Hier eine Übersicht über die wichtigsten Studierendenrabatte 2026:
Streaming & Software:
- Spotify: Vergünstigtes Abo für Studierende (oft kombiniert mit Hulu oder Showtime)
- Amazon Prime Student: 6 Monate gratis, danach 50% Rabatt
- Apple Music, YouTube Premium: Rabatte für Studierende
- Microsoft Office 365, Adobe Creative Cloud: Oft kostenlos oder stark reduziert über die Uni
Kultur & Freizeit:
- Museen, Theater, Kinos: Ermäßigte Tickets mit gültigem Studierendenausweis
- ISIC (International Student Identity Card): Weltweite Rabatte bei Reisen, Flügen, Hotels
Alltag:
- Manche Friseure bieten an bestimmten Wochentagen Studierendentarife
- Restaurants und Cafés in Uninähe haben oft Sonderpreise
- Fitnessstudios und Schwimmbäder mit vergünstigten Mitgliedschaften
Tipp: Nutze Plattformen wie
Unidays
oder
StudentBeans
, die Rabattcodes für Hunderte von Shops und Dienstleistungen sammeln.
Vermögensaufbau im Studium: Warum du jetzt starten solltest
Viele Studierende denken: „Für
Vermögensaufbau
bin ich noch zu jung" oder „Dafür habe ich kein Geld". Doch genau das Gegenteil ist der Fall: Je früher du anfängst, desto besser. Der Grund dafür heißt Zinseszinseffekt.
Beispiel:
Wenn du ab 20 Jahren monatlich 50 Euro in einen ETF-Sparplan investierst und durchschnittlich 7% Rendite pro Jahr erzielst, hast du mit 65 Jahren über 150.000 Euro angespart – obwohl du selbst nur 27.000 Euro eingezahlt hast.
Warum gerade jetzt?
- Du hast Zeit: Langfristige Anlagen gleichen Schwankungen aus.
- Du kannst klein starten: Schon 20 Euro im Monat reichen für einen Sparplan.
- Du lernst früh den Umgang mit Geld: Finanzbildung ist eine Investition in dich selbst.
Wichtig: Nutze deinen Freistellungsauftrag (aktuell 1.000 Euro pro Jahr steuerfrei für Singles), um Kapitalerträge aus deinem Depot steuerfrei zu kassieren.
ETF-Sparplan: Schon mit 20 Euro im Monat investieren
Ein
ETF-Sparplan
ist die perfekte Lösung für Studierende, die langfristig Vermögen aufbauen wollen.
ETFs
(Exchange Traded Funds) sind Fonds, die einen Index wie den MSCI World nachbilden und damit in Hunderte von Unternehmen weltweit investieren.
Vorteile von ETF-Sparplänen:
- Geringe Mindestbeträge (oft schon ab 20 Euro)
- Breite Risikostreuung
- Niedrige Kosten
- Flexibel: Du kannst jederzeit pausieren oder den Betrag anpassen
So startest du:
- Eröffne ein Depot
- Wähle einen breit gestreuten ETF (z. B. MSCI World oder MSCI All Country World Index)
- Richte einen monatlichen Sparplan ein
- Lass dein Geld für dich arbeiten – langfristig denken!
Finanzbildung: Workshops und Seminare für Studierende
Keine Panik – dafür musst du nicht in einem muffigen Raum sitzen und ewig lange Bücher wälzen. Denn sowohl
verschiedene Steuerseminare als auch Workshops für die Finanzbildung
werden online als Webinar angeboten und sind zusätzlich speziell auf Studierende zugeschnitten.
Dort lernst du in 2 Stunden alles, was du über die Grundlagen des Vermögensaufbaus wissen musst, oder wirst über deine steuerlichen Möglichkeiten informiert. Solche Seminare sind auf jeden Fall ein guter Start in die Finanzwelt und helfen dir dabei, herauszufinden, wo man eigentlich anfängt.
Fazit: Finanzielle Freiheit beginnt im Studium
Wer schon im Studium bewusst mit Geld umgeht, legt den Grundstein für finanzielle Sicherheit und Unabhängigkeit. Mit einem Haushaltsbuch behältst du den Überblick, durch Studierendenrabatte sparst du im Alltag, und mit einem ETF-Sparplan baust du dir langfristig ein Vermögen auf.
Auch Themen wie
Krankenversicherung
, Girokonto und
Steuererklärung
solltest du nicht unterschätzen – wer sich frühzeitig informiert, vermeidet unnötige Kosten und holt sich Geld zurück, das ihm zusteht.
Du willst mehr aus deinen Finanzen herausholen und brauchst Unterstützung? Die MLP Beraterinnen und Berater helfen dir dabei, eine individuelle Finanzstrategie zu entwickeln – passend zu deiner Lebenssituation.
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