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Datum
01.04.2026

Aufmerksamkeitsspanne verbessern: So trainierst du dein Gehirn gegen Medien-Multitasking

Der automatische Griff zum Smartphone, während die Lieblingsserie läuft – diese Situation kennst du sicher. Was harmlos wirkt, ist in Wirklichkeit ein Problem: Medien-Multitasking reduziert deine Aufmerksamkeitsspanne nachweislich und versetzt dein Gehirn unter Dauerstress. In diesem Artikel erfährst du, warum das so ist – und mit welchen konkreten Tipps du deine Konzentration wieder aufbauen kannst.

Aufmerksamkeitsspanne / MLP Financify / Student sitzt am Schreibtisch mit aufgeschlagenen Büchern und greift beim Lernen nach seinem Smartphone.
(Bild KI-generiert)

Das Wichtigste in Kürze

  • Medien-Multitasking bezeichnet die gleichzeitige Nutzung mehrerer Medien – zum Beispiel TV schauen und dabei auf dem Smartphone scrollen.
  • Die Parallelnutzung setzt Stresshormone wie Cortisol frei und versetzt dein Gehirn in einen Zustand ständiger Alarmbereitschaft.
  • Konzentrationsprobleme können viele Ursachen haben – neben dem Medienkonsum spielen auch Schlafmangel, Bewegungsmangel oder emotionale Belastung eine Rolle.
  • Die wichtigste Gegenmaßnahme: Medien-Multitasking konsequent reduzieren – beim Lernen und in der Freizeit.

Was ist Medien-Multitasking?

Beim Fernsehen nebenbei durch Social Media scrollen oder beim Schreiben der Hausarbeit einen Podcast hören – für viele Studierende gehört das zum Alltag. Doch Ergebnisse aus der Hirnforschung belegen: Multitasking ist grundsätzlich ungesund. Menschen arbeiten produktiver, wenn sie sich auf eine einzige Aufgabe konzentrieren.

Was auf den ersten Blick wie ein Phänomen der Digitalisierung wirkt, existiert schon seit Jahrzehnten – auch das Zeitunglesen bei laufendem Radio fällt darunter. Entscheidend ist heute vor allem die Rolle des Internets: Menschen verbringen durchschnittlich sieben Stunden täglich online – nicht selten auf mehreren Geräten gleichzeitig. Einer Studie zufolge nutzten 2025 rund 45 % der Menschen TV und Internet parallel.

Wie beeinflusst Medien-Multitasking die Aufmerksamkeitsspanne?

Im Jahr 2000 lag die durchschnittliche Aufmerksamkeitsspanne bei etwa drei Minuten. Heute sind es nur noch rund 47 Sekunden – ein drastischer Rückgang, der eng mit der steigenden Internetnutzung verknüpft ist.

Gleichzeitiger Medienkonsum erhöhe das Stresslevel erheblich: Das körpereigene Alarmsystem wird aktiviert und Stresshormone wie Cortisol werden ausgeschüttet. Das Ergebnis ist ein Zustand ständiger Alarmbereitschaft – denn Cortisol beeinflusst genau die Gehirnregionen, die für Gedächtnis, Planung und Fokus zuständig sind.

Woran erkennst du Konzentrationsprobleme?

Konzentrationsprobleme beginnen oft unterschwellig und werden nicht sofort als solche erkannt. Folgende Symptome können auf eine kurze Aufmerksamkeitsspanne hinweisen:

  • Leichte Ablenkbarkeit und häufiges Wechseln zwischen Aufgaben
  • Verlangsamtes Arbeiten und schnelles Abdriften der Gedanken beim Lesen
  • Schwierigkeiten, nach einer Unterbrechung wieder in die Aufgabe zu finden
  • Zunehmende Vergesslichkeit

Weitere Ursachen für Konzentrationsprobleme

Die Ursache liegt nicht immer beim Medienkonsum. Auch folgende Faktoren können deine Konzentrationsfähigkeit beeinträchtigen:

  • Schlafmangel und Bewegungsmangel
  • Dehydrierung und unausgewogene Ernährung
  • Emotionale Belastung oder hormonelle Schwankungen
  • Psychische Erkrankungen oder Neurodivergenz

Zeigen sich bei dir außerdem anhaltende Erschöpfung, Antriebslosigkeit und zunehmendes negatives Denken, können das erste Anzeichen für ein Burnout im Studium sein. In diesem Fall lohnt sich ein Gespräch mit einer Beratungsperson an deiner Universität.

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8 Tipps, um deine Aufmerksamkeitsspanne zu verbessern

Medien-Multitasking ist schädlich – aber was kannst du konkret tun? Diese acht Tipps helfen dir, deine Konzentrationsfähigkeit Schritt für Schritt wieder aufzubauen:

Produktivität beginnt mit Erholung. Wer müde ins Lernen startet , hat weniger Kraft, Ablenkungen zu widerstehen. Achte auf regelmäßige Schlafzeiten und plane aktive Erholungsphasen ein.

Ob Krafttraining, Yoga oder ein kurzer Spaziergang in der Mittagspause – körperliche Aktivität gibt deinem Gehirn die Pause, die es braucht, um danach wieder mit vollem Fokus dabei zu sein.

Dein Gehirn braucht Energie. Greife zu ausgewogenen Mahlzeiten zu regelmäßigen Tageszeiten – und vergiss nicht, ausreichend zu trinken. Im Studium gesund zu essen ist mit ein paar einfachen Tricks schneller möglich als gedacht.

Erstelle am Abend zuvor eine To-do-Liste mit drei bis vier Aufgaben für den nächsten Tag. So startest du direkt mit Priorität – ohne erst planen zu müssen. Bist du an einer Aufgabe dran, schließe sie ab, bevor du etwas Neues anfängst.

Suche dir einen ruhigen Lernort, zum Beispiel die Bibliothek. Entferne das Smartphone vom Schreibtisch und schalte Push-Benachrichtigungen aus. Je weniger Reize, desto tiefer kommst du in den Deep Work-Modus .

Musik mit Text kann deine Konzentration empfindlich stören. Wechsle stattdessen zu White Noise, Naturgeräusche oder instrumentaler Musik. Oder nutze Noise-Cancelling-Kopfhörer, um Umgebungslärm auszublenden.

Medien-Multitasking in der Freizeit beeinflusst deine Konzentration beim Lernen. Versuche, TV-Abende ohne Smartphone zu verbringen – oder beschäftige deine Hände analog, zum Beispiel mit Stricken oder Malen.

Starte mit kleinen Veränderungen und bau gute Gewohnheiten nach und nach auf – zum Beispiel mit der Pomodoro-Technik: 25 Minuten fokussiert arbeiten, 5 Minuten Pause. So trainierst du dein Gehirn systematisch auf mehr Aufmerksamkeit.

Fazit: Produktivität braucht deinen Fokus

In einer Welt voller digitaler Reize ist es verlockend, ständig zwischen Apps, Tabs und Geräten zu wechseln. Doch wirklich produktiv bist du nur dann, wenn du dich auf eine Aufgabe fokussierst und sie konsequent abarbeitest. Das Gute: Dein Gehirn ist trainierbar. Mit einem bewussten Umgang mit Medien, ausreichend Pausen und den richtigen Strategien kannst du deine Aufmerksamkeitsspanne langfristig wieder steigern.

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