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Datum
07.09.2026

Stipendium im Studium: So kommst du an die Förderung

Schon einmal nach „Stipendium im Studium" gegoogelt? Frustrierend, oder – wer soll bei Millionen Treffern noch den Überblick behalten? In diesem Ratgeber bekommst du alles Wichtige kompakt: welche Stipendien es gibt, wer sie vergibt und was in eine überzeugende Stipendienbewerbung gehört. So findest du schneller die Förderung, die wirklich zu dir passt.

Zwei Studierende gehen im Gespräch über den Campus – Symbolbild für ein Stipendium im Studium
(Bild KI-generiert)

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Stipendium im Studium entlastet dich finanziell: Förderungen decken Studiengebühren und oft auch einen Teil deiner Lebenshaltungskosten.
  • Rund 3.000 Stipendiengeber gibt es in Deutschland, für eine präzise Suche nutzt du am besten spezielle Stipendiendatenbanken.
  • Kleine und regionale Stiftungen erhöhen deine Chancen, weil sich dort deutlich weniger Studierende bewerben.
  • Motivationsschreiben und lückenloser Lebenslauf sind das A und O jeder Stipendienbewerbung.
  • Stipendien musst du nicht zurückzahlen – anders als beim BAföG, bei dem die Hälfte fällig wird.

Stipendium im Studium: Was solltest du beachten?

Sitzt du gerade über deinen Bewerbungen und hast schon zahlreiche Förderer angeschrieben? Bevor du wahllos Stipendienbewerbungen verschickst: Konzentriere dich lieber auf relevante Stipendiengeber. Das spart Zeit und bringt dich schneller an ein Stipendium im Studium. Denn mit dem passenden Lebenslauf und einem überzeugenden Motivationsschreiben überzeugst du – und startest schon bald als Stipendiat oder Stipendiatin ins Semester.

Gut zu wissen: Stipendien sind Förderungen für Studierende und Auszubildende sowie für begabte Sportlerinnen, Künstler und Wissenschaftlerinnen. Die Gelder dienen der Finanzierung von Studiengebühren und teilweise der Lebenshaltungskosten. Viele Stipendiengeber bieten zusätzlich eine ideelle Förderung: persönliche Betreuung, kostenlose Seminare und Zugang zu einem starken Alumni-Netzwerk.

Welche Stipendien gibt es für Studierende?

Stipendium ist nicht gleich Stipendium. Grundsätzlich unterscheidet man zwei Arten: die einmalige Förderung für Studiengebühren und Reisekosten – etwa beim Auslandssemester – sowie die regelmäßige monatliche Förderung für deine Lebenshaltungskosten. Innerhalb dieser Arten kannst du zwischen mehreren Stipendienformen wählen. Das sind die bekanntesten:

Deutschlandstipendium

  • Die Förderung beträgt 300 Euro pro Monat – auch während eines Auslandsaufenthalts. Die eine Hälfte trägt der Bund, die andere private Fördernde wie Unternehmen, Stiftungen, Alumni oder Privatpersonen. Deine Hochschule wirbt diese private Hälfte ein und zahlt das Stipendium aus.
  • Entscheidend sind nicht nur Noten, sondern auch gesellschaftliches Engagement und deine persönliche Situation. Die Bewerbung läuft direkt über deine Hochschule – die Bewerbungsfristen unterscheiden sich also von Uni zu Uni.
  • Der Kontakt zu Förderern und Unternehmen ist Gold wert – für Pflichtpraktika ebenso wie für den späteren Berufseinstieg.

Auslandsstipendium: Erasmus+, DAAD und PROMOS

  • Das EU-Förderprogramm Erasmus+ unterstützt Studienaufenthalte in Europa mit 540 bis 600 Euro monatlich – je nach Ländergruppe deines Ziellands. Für Praktika kommen 150 Euro monatlich obendrauf.
  • Weltweite Programme für Studierende, Graduierte und Wissenschaftlerinnen findest du in der DAAD-Stipendiendatenbank des Deutschen Akademischen Austauschdienstes.
  • Über PROMOS vergeben die Hochschulen selbst kurzfristige Zuschüsse für Sprachkurse, Praktika und Abschlussarbeiten im Ausland.

Aufstiegsstipendium

  • Die Stiftung Begabtenförderung berufliche Bildung (SBB) fördert im Auftrag des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) junge Erwachsene mit abgeschlossener Ausbildung (Note 1,9 oder besser) und mindestens zwei Jahren Berufserfahrung.
  • Gefördert wird ein erstes akademisches Studium. Studierst du bereits, darfst du dich zum Bewerbungszeitpunkt höchstens im zweiten Semester befinden – ein Zweitstudium ist nicht förderfähig.
  • Höhe: bis zu 1.072 Euro monatlich im Vollzeitstudium, bis zu 3.045 Euro jährlich bei berufsbegleitenden Studiengängen – plus 160 Euro Kinderbetreuungspauschale monatlich für Kinder unter 14 Jahren.

Ein Tipp: Das Auslands-BAföG ist eine gute Ergänzung oder Alternative zum Stipendium – und wird oft auch dann bewilligt, wenn du im Inland kein BAföG bekommst. Für Studiengebühren gibt es einen Zuschuss von in der Regel bis zu 5.600 Euro für insgesamt ein Studienjahr, den du nicht zurückzahlen musst. Deine Lebenshaltungskosten laufen dagegen über den regulären Bedarfssatz plus Länderzuschlag – und werden wie im Inland zur Hälfte als zinsloses Darlehen gewährt.

Wer vergibt Stipendien? So findest du den passenden Stipendiengeber

In Deutschland gibt es rund 3.000 Stipendiengeber – von der kleinen Regionalstiftung bis zum bundesweit bekannten Begabtenförderungswerk. Diese Förderer solltest du kennen:

  • Hochschulen und Universitäten – oft mit eigenen Fonds und Härtefallhilfen.
  • Bund und Bundesländer – zum Beispiel über das Deutschlandstipendium.
  • 13 Begabtenförderungswerke – sie zahlen ein einkommensabhängiges Grundstipendium in Anlehnung an die BAföG-Sätze plus eine einkommensunabhängige Studienkostenpauschale von 300 Euro monatlich. Wichtig: Das ersetzt dein BAföG, es kommt nicht obendrauf – beides parallel geht nicht. Dafür bekommst du Zugang zu einem großen Netzwerk. Dazu zählen unter anderem die Studienstiftung des Deutschen Volkes, die Heinrich-Böll-Stiftung, die Hans-Böckler-Stiftung, die Konrad-Adenauer-Stiftung, die Friedrich-Ebert-Stiftung, die Friedrich-Naumann-Stiftung, das Cusanuswerk und das Avicenna-Studienwerk.
  • Erasmus und Erasmus+ – das größte EU-Förderprogramm für Bildung, Jugend und Sport.
  • DAAD – die weltweit größte Förderorganisation für internationale Studierende und Wissenschaftler.
  • Über 2.000 kleine und regionale Stiftungen – meist spezialisiert auf bestimmte Zielgruppen wie Frauen, Studierende mit Kindern, Erstakademikerinnen, einzelne Fachrichtungen, Hochschulen oder Regionen.
  • Unternehmen und Verbände – viele Arbeitgeber fördern Nachwuchstalente mit eigenen Stipendienprogrammen.

Willst du dir einen Überblick über alle Stipendiengeber verschaffen, helfen dir Online-Stipendiendatenbanken wie die Stiftungssuche des Bundesverbands Deutscher Stiftungen oder der Stipendienlotse des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR). Dort filterst du nach Fachrichtung, Hochschule, Wohnort und Zielgruppe – und siehst in wenigen Minuten, welche Förderung realistisch zu dir passt.

Übrigens: Kleine und regionale Stiftungen haben häufig eine geringe Nachfrage nach ihren Fördermitteln. Eine Bewerbung lohnt sich also doppelt – deine Chancen auf ein Stipendium steigen, und du profitierst von persönlicher Betreuung statt Massenverfahren.

Gluebirne als Tipp-Symbol

Unser Tipp: Deine Studienfinanzierung von Anfang an clever planen

Selbst ein bewilligtes Stipendium deckt selten alle Kosten – Miete, Krankenversicherung und Semesterbeitrag laufen weiter. Deshalb lohnt es sich, deine Studienfinanzierung als Ganzes zu betrachten: Was kommt an Förderung rein, was brauchst du monatlich, und wo entsteht eine Lücke? Deine MLP Beraterin oder dein MLP Berater rechnet das mit dir durch und zeigt dir, wie du Stipendium, BAföG, Nebenjob und erste Rücklagen sinnvoll kombinierst.

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Was gehört in eine Stipendienbewerbung?

Eine aktive Bewerbung ist die wichtigste Voraussetzung für jedes Stipendium. Beachte: Bei einigen Institutionen musst du dich schon vor Studienbeginn bewerben. Kümmere dich also frühzeitig darum, sobald dein Wunschstudiengang feststeht.

Motivationsschreiben, Lebenslauf und Empfehlungsschreiben

Die geforderten Unterlagen variieren je nach Anbieter. Ein absolutes Muss ist aber immer ein überzeugendes Motivationsschreiben. Nenne konkrete Gründe, warum ausgerechnet du zum Stipendiengeber passt, und bring Persönliches unter: Was interessiert dich? Wie verbringst du deine Freizeit neben dem Studium? Bist du ehrenamtlich aktiv? Als Faustregel gilt: maximal 2.000 Zeichen und ein klarer Aufbau. Korrekturlesen nicht vergessen – Rechtschreib- und Grammatikfehler sind ein No-Go.

Anders als bei einer Jobbewerbung ist ein ausführlicher Lebenslauf in der Stipendienbewerbung ausdrücklich erwünscht. Achte darauf, dass alle Angaben aktuell sind und keine Lücken bleiben. Schwächere Noten darfst du kurz erklären – aber nur, wenn wirklich wichtige Gründe vorliegen, etwa ein Krankheits- oder Pflegefall in der Familie. Dazu kommen häufig ein Empfehlungsschreiben oder Gutachten von Dozierenden sowie ein professionelles Bewerbungsfoto – bloß kein Selfie. Halte dich unbedingt an die Formalitäten des jeweiligen Förderers.

Typische Fragen im Auswahlgespräch

Hast du eine Einladung zum Auswahlgespräch erhalten, bist du dem Stipendium schon einen großen Schritt näher. Auf diese Fragen solltest du vorbereitet sein:

  • Warum bist du die richtige Person für dieses Stipendium?
  • Welche beruflichen und privaten Ziele verfolgst du?
  • Was weißt du über die Stiftung?
  • Warum passt du besonders gut zum Förderer?
  • Was sind deine Schwächen?

Orientiere dich inhaltlich an deinem Lebenslauf, statt wahllos über Nebensächlichkeiten zu erzählen. Und wichtig: Die finanzielle Förderung sollte nicht dein Hauptargument sein. Überzeugender ist, was du inhaltlich mit der Förderung vorhast.

Übrigens: Viele Stipendiengeber recherchieren Bewerberinnen und Bewerber im Netz, um sich ein Bild zu machen. Google deshalb vorab deinen eigenen Namen und lösche – oder lasse löschen – was du dort lieber nicht sehen möchtest.

So wirst du Stipendiat: 7 Tipps für deine Bewerbung

Stipendiat zu werden ist gar nicht so schwer. Diese sieben Tipps bringen dich schneller ans Ziel:

  1. Such früh nach dem richtigen Stipendiengeber. Stipendiendatenbanken filtern präzise – das spart dir Stunden.
  2. Konzentriere dich auf Förderer, die zu deinem Profil passen – Studiengang, Hochschule, Wohnort oder Lebenssituation. Das steigert deine Chancen deutlich.
  3. Bewirb dich bei kleinen und regionalen Förderern. Dort ist die Nachfrage geringer – du kommst eher ins Auswahlverfahren.
  4. Denk an die Bewerbungsfristen, sonst wartest du im schlimmsten Fall ein ganzes Jahr auf die nächste Vergaberunde.
  5. Verschicke individuelle Unterlagen statt Standardbewerbungen. Schließlich willst du die Förderer von dir überzeugen.
  6. Vermeide Rechtschreib- und Grammatikfehler und sende vollständige Unterlagen – der erste Eindruck zählt.
  7. Verzichte auf Nachfragen, auch wenn viele Förderstellen keine Eingangsbestätigung verschicken. Geduld gehört dazu.

Schon gewusst: Anders als beim BAföG, bei dem du die Hälfte der Förderung zurückzahlst , gibt es für Stipendien keine Rückzahlungspflicht. Außerdem sind Stipendien in der Regel steuerfrei – nur bei sehr hohen Fördersummen können Abgaben ans Finanzamt anfallen.

Unser Tipp: Bewirb dich auf das MLP Stipendienprogramm

Auch MLP vergibt Stipendien: Mit dem MLP Stipendienprogramm fördern wir 25 Studierende mit je 3.000 Euro – ob für Studienmaterial, Lernmittel oder deinen Auslandsaufenthalt . Alle Infos zu Programm und Bewerbung findest du auf unsere Seite zum MLP Stipendienprogramm.

Zum MLP Stipendienprogramm

Fazit: Mit guter Vorbereitung kommst du schneller an dein Stipendium

Ein Stipendium im Studium erleichtert dein Studierendenleben spürbar – finanziell und durch das Netzwerk dahinter. Mit einer gezielten Suche nach passenden Förderern, eingehaltenen Bewerbungsfristen sowie einem überzeugenden Motivationsschreiben und lückenlosen Lebenslauf ist die Förderung zum Greifen nah. Also verschenke keine Zeit – wir drücken die Daumen!

Und wenn du wissen willst, wie Stipendium, BAföG und Nebenjob am besten zusammenspielen: Bei MLP bekommst du eine Finanzberatung, die auf Studierende zugeschnitten ist.

Termin vereinbaren

An ein Stipendium im Studium kommst du über eine gezielte Bewerbung bei einem Förderer, der zu deinem Profil passt. Recherchiere zunächst in einer Stipendiendatenbank nach Stiftungen, die zu deiner Fachrichtung, Hochschule oder Lebenssituation passen. Anschließend reichst du fristgerecht deine Unterlagen ein – in der Regel Motivationsschreiben, Lebenslauf und je nach Förderer ein Empfehlungsschreiben.

Die Voraussetzungen unterscheiden sich stark je nach Stipendiengeber – gute Noten allein reichen längst nicht überall. Viele Förderer bewerten gesellschaftliches Engagement, Ehrenamt oder deine persönliche Bildungsbiografie genauso hoch. Spezielle Programme richten sich gezielt an Erstakademikerinnen, Studierende mit Kindern oder bestimmte Fachrichtungen. Prüfe deshalb immer die konkreten Kriterien des jeweiligen Programms, bevor du dich bewirbst.

Die meisten Stipendien haben feste Bewerbungsfristen, die oft ein bis zwei Semester vor Förderbeginn liegen. Beim Deutschlandstipendium legt jede Hochschule ihre eigene Frist fest, häufig im Sommer für das kommende Wintersemester. Für Auslandsstipendien solltest du sogar ein Jahr Vorlauf einplanen. Setz dir die Termine früh in den Kalender – verpasste Fristen kosten dich schnell ein ganzes Jahr.

Nein, ein Stipendium musst du nicht zurückzahlen – es ist ein Zuschuss, kein Darlehen. Darin liegt der große Unterschied zum BAföG, bei dem du die Hälfte der Förderung später erstattest. Stipendien sind zudem in der Regel steuerfrei; erst bei sehr hohen Fördersummen kann das Finanzamt Abgaben verlangen. Auf dein BAföG angerechnet werden begabungs- und leistungsabhängige Stipendien erst, soweit sie im Schnitt 300 Euro monatlich übersteigen – zweckgebundene Leistungen wie Büchergeld bleiben komplett anrechnungsfrei.

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