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Was muss ich über das Duale Studium Soziale Arbeit wissen?

Was genau ist ein duales Studium?

Das Duale Studium verknüpft theoretisches Lernen mit Arbeiten in einem Unternehmen. Das heißt, du bist schon während des Studiums einen Teil direkt an deinem Arbeitsplatz und dort fester Mitarbeiter und einen Teil in den Vorlesungen an der Uni oder der Berufsakademie. Die beiden Einsatzgebiete (Arbeit und Studium), wechseln sich meist in einem wiederholenden Rhythmus ab. Der Vorteil von einem dualen Studium: Du bekommst direkt Einblick in deine Arbeit. Nach deinem Studium hast Du beste Chancen auf ein festes Angestelltenverhältnis in dem Arbeitsbereich, wo du in deiner Praxisphase tätig warst. Ein duales Studium erfordert allerdings ein hohes Maß an Selbstdisziplin. Durch deine Praxisphasen auf der Arbeit, hast du weniger Zeit zu lernen und schreibst vielleicht in kurzer Zeit viele Klausuren.

Duales Studium Soziale Arbeit

Wenn du gerne mit Menschen arbeitest und anderen Menschen dabei helfen möchtest, ihre Probleme zu bewältigen, dann könnte das Duale Studium Soziale Arbeit genau richtig für dich sein. Wir zeigen dir, welche Voraussetzungen du für das Studium Soziale Arbeit erfüllen musst. Außerdem, geben wir dir einen Einblick in die Studieninhalte und du erfährst, was du an Gehalt nach dem Studium Soziale Arbeit erwarten kannst.

Welche Voraussetzungen gibt es für den dualen Studiengang Soziale Arbeit?

Eine Grundvoraussetzung die du für den Studiengang Soziale Arbeit mitbringen solltest, steht auf keinem Zeugnis: Empathie und das Bedürfnis, Menschen zu helfen! Nach deinem Studium unterstützt du Menschen, die in unserer Gesellschaft benachteiligt sind oder werden, den Weg in ein neues Leben zu finden. Das können Flüchtlinge, alkohol-, und/ oder drogenabhängige Menschen, ehemalige Strafgefangene oder auch psychisch kranke Menschen sein.

Als Sozialarbeiter musst du dich aber nicht nur auf die jeweiligen Menschen einlassen können und ihnen helfen wollen. Du musst dich auch mit Recht auskennen. Denn wenn du zum Beispiel einen ehemaligen Strafgefangenen dabei unterstützt, wieder Fuß in der Gesellschaft zu fassen und ihm dabei Steine in den Weg gelegt werden, musst du auch Anträge bei Ämtern stellen können, Schriftverkehr mit öffentlichen Behörden führen und auch den Willen haben „dran zu bleiben“. Somit zählt auch Durchsetzungskraft zu den Eigenschaften, die du als künftiger Sozialarbeiter mitbringen solltest. Auch im Bereich der sozialen Arbeit musst du mit Rückschlägen rechnen. Sei es, dass die Menschen mit denen du arbeitest rückfällig werden, aber auch, dass Ämter Dinge nicht bewilligen. All das kann auch belastend sein. Daher solltest du als angehender Sozialarbeiter auch ein hohes Maß an psychischer Belastbarkeit mitbringen. Denn auch die einzelnen Schicksale der Menschen die du unterstützt, können für dich selbst belastend sein.

Natürlich gibt es auch bei der Bewerbung auf ein duales Studium im Bereich Soziale Arbeit formelle Voraussetzungen. Um Soziale Arbeit dual zu studieren, bewirbst du dich vorab beim sogenannten Träger. Das können zum Beispiel Kindergärten, Jugendämter, Jobcenter, Krankenhäuser oder Beratungsstellen sein. Ob der Träger vom Staat, der Stadt, privat oder kirchlich betrieben wird, spielt keine Rolle.

Außerdem brauchst du für den dualen Studiengang Soziale Arbeit Abitur, Fachabitur oder die fachgebundene Hochschulreife. Es kann sein, dass du eine extra Zugangsprüfung ablegen musst, wenn du Fachabitur oder fachgebundene Hochschulreife hast. Und je nachdem wie ausgelastet der Studiengang in der von dir gewählten Stadt ist kann es sein, dass du einen entsprechenden Notendurchschnitt vorweisen musst oder ein Einstellungstest verlangt wird. Einige Hochschulen bieten mit entsprechender Berufserfahrung in der sozialen Arbeit auch einen Studiengang Soziale Arbeit ohne Abitur an. Wende dich bei Fragen am besten vorher an die Hochschule deiner Wahl und informiere dich über das Studium.

Ob du dich zuerst bei deinem Praxispartner bewirbst und dich mit der Zusage an der Hochschule einschreibst oder ob du dich zuerst an die Hochschule wendest und dir dann einem Praxispartner suchst, ist egal. Beide Möglichkeiten kommen in Betracht und du musst individuell für dich entscheiden, welche Lösung du für dich besser findest.

Was ist der Unterschied zwischen Sozialpädagogik und Soziale Arbeit?

Häufig werden die Begriffe Soziale Arbeit und Sozialpädagogik gleich verwendet, dabei handelt es sich um unterschiedliche Studiengänge. Das Studium Soziale Arbeit beinhaltet meist die Sozialpädagogik, ist aber generalistisch angelegt. Das heißt, es werden mehrere Berufsfelder in einem Studiengang zusammengelegt.

Sozialpädagogik konzentriert sich auf die Schwerpunkte Bildung und Erziehung. Soziale Arbeit beinhaltet zusätzlich noch die Unterstützung im Alltag. Beide Abschlüsse, sowohl der staatlich anerkannte Sozialarbeiter, als auch der staatlich anerkannte Sozialpädagoge, sind gleichgestellt. Da sich beide Berufsfelder aber inhaltlich unterscheiden, solltest du dir schon vor dem Studium überlegen, in welche Richtung du später gehen möchtest.

Welche Studieninhalte erwarten dich beim Studiengang Soziale Arbeit?

Der duale Studiengang Soziale Arbeit vermittelt dir das Wissen, wie du Menschen dabei helfen kannst, ihre Probleme zu lösen, indem du diese zuvor gemeinsam mit ihnen analysierst. Dazu gehören vor allem die Fächer Psychologie, Recht, Soziologie und Erziehungswissenschaft. Außer dem rein theoretischen Wissen lernst du auch, wie du dieses Wissen später als Sozialarbeiter in der Praxis anwendest, zum Beispiel beim Gestalten, Werken oder Sport. Da du nach deinem Studium Soziale Arbeit im späteren Beruf als Sozialarbeiter arbeiten wirst und schwierige Gespräche führen musst, gehört auch Kommunikation in deinen Stundenplan. An manchen Hochschulen hast du die Möglichkeit, dich bereits während des Studiums auf einen speziellen Bereich der Sozialpädagogik oder Sozialarbeit zu spezialisieren. Zum Beispiel auf die Arbeit mit Familien, Menschen mit Behinderung, Migration- und Flüchtlingsarbeit, Sozialmanagement oder auch der Arbeit mit älteren Menschen oder Kinder und Jugendlichen.

Was verdienst du beim dualen Studiengang Soziale Arbeit?

Einer der Vorteile bei einem dualen Studiengang Soziale Arbeit ist die Ausbildungsvergütung, die du von Anfang an bekommst. Die Vergütung bei dem Studium Soziale Arbeit fällt je nach Arbeitgeber unterschiedlich aus und liegt meist zwischen 900 und 1.200 Euro brutto. Diese Angaben sind allerdings reine Richtwerte. Wenn dein Praxispartner zum Beispiel die Stadt oder der Landkreis ist, also eine öffentliche Trägerschaft, richtet sich deine Vergütung nach dem Tarifvertrag im Öffentlichen Dienst . Außerdem gibt es die Möglichkeit, dass dein Praxispartner deine Studiengebühren übernimmt, du aber kein weiteres zusätzliches Gehalt bekommst. Deine Vergütung sowie alle weiteren Konditionen werden in deinem Ausbildungs- bzw. Studienvertrag festgehalten. Besprich mit deinem Praxispartner vorher, welche Vergütung du erwarten kannst. Frage auch direkt nach, ob sich das Gehalt von Jahr zu Jahr erhöht und ob du noch weitere Gehaltsbestandteile , wie zum Beispiel Vermögenswirksame Leistungen, erwarten kannst.

Was kannst du als Sozialarbeiter verdienen?

Entscheidend für deinen späteren Verdienst als Sozialarbeiter oder Sozialpädagoge ist die Region, in der du tätig sein wirst. Zwischen den Bundesländern Thüringen und Hessen beträgt der Unterschied laut dem Entgeltatlas der Arbeitsagentur fast 800 Euro. Die folgende Tabelle gibt dir einen Überblick (Stand Entgelttals 2020):

Bundesland Gehaltsmedian (Euro brutto im Monat
Hessen 4.129 Euro
Nordrhein- Westfalen 4.086 Euro
Baden- Württemberg 4.085 Euro
Saarland 4.091 Euro
Schleswig- Holstein 4.055 Euro
Rheinland- Pfalz 4.052 Euro
Bayern 4.069 Euro
Niedersachsen 3.989 Euro
Bremen 4.011 Euro
Hamburg 3.915 Euro
Berlin 3.799 Euro
Sachsen- Anhalt 3.575 Euro
Brandenburg 3.514 Euro
Sachsen 3.443 Euro
Mecklenburg- Vorpommern 3.471 Euro
Thüringen 3.396 Euro

Ist das Duale Studium Soziale Arbeit das Richtige für dich?

Wenn du dir noch unsicher bist, ob das Duale Studium Soziale Arbeit das Richtige für dich ist, gibt es die Möglichkeit, ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) zu machen. Das FSJ gibt dir einen Eindruck davon, wie sich dein späteres Berufsumfeld im Bereich Soziale Arbeit gestalten wird. Außerdem kannst du natürlich ein Praktikum absolvieren. Es bietet erste Einblicke in deine spätere soziale Arbeit. Und du sammelst Qualifikationen, die dir bei der späteren Bewerbung im Bereich Soziale Arbeit nützlich sein können.

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