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Datum
12.01.2026

LinkedIn für Studierende: Personal Branding schon im Studium

LinkedIn ist längst mehr als ein Netzwerk für Berufstätige, es ist dein digitales Karrierewerkzeug. Schon während des Studiums kannst du hier sichtbar werden, dich vernetzen und eine berufliche Identität aufbauen, die deine Chancen auf Praktika, Werkstudentenjobs oder den Berufseinstieg deutlich erhöht. LinkedIn hilft dir dabei, nicht nur Stellen zu finden, sondern auch, dich als Marke zu präsentieren.

LinkedIn im Studium / MLP Financify / Studentin benutzt LinkedIn auf dem Handy.

Das Wichtigste in Kürze

  • LinkedIn ist für Studierende ein wichtiges Tool, um frühzeitig Sichtbarkeit zu gewinnen und berufliche Kontakte zu knüpfen.
  • Ein überzeugendes Profil besteht aus einem professionellen Profilfoto, einer aussagekräftigen Headline und einem persönlichen Infotext.
  • Auch ohne Berufserfahrung kannst du mit Studienprojekten, Praktika und relevanten Skills punkten.
  • Entscheidend ist, dein LinkedIn-Profil regelmäßig zu pflegen und aktiv zu nutzen, um im Feed präsent zu bleiben.

Warum LinkedIn gerade für Studierende wichtig ist

LinkedIn ist die größte berufliche Netzwerkplattform weltweit – mit über 26 Millionen Nutzenden allein im deutschsprachigen Raum. Was viele Studierende nicht wissen: Du musst nicht warten, bis du deinen Abschluss in der Tasche hast. Im Gegenteil: Je früher du deine digitale Visitenkarte aufbaust, desto mehr Chancen ergeben sich langfristig.

Schon im Studium kannst du dich mit Kommilitonen, Alumni, Personen aus deiner Branche oder potenziellen Arbeitgebern vernetzen. Oft entstehen hier erste Möglichkeiten für Praktika oder Werkstudentenjobs. Zudem erhältst du wertvolle Einblicke in Karrierewege, Branchentrends und erfährst aus erster Hand, welche Kompetenzen wirklich gefragt sind.

LinkedIn hilft dir dabei, nicht nur Stellen zu finden, sondern dich als Person sichtbar zu machen. Recruiter suchen aktiv auf der Plattform nach Talenten – und mit dem richtigen Profil wirst du gefunden, ohne selbst aktiv suchen zu müssen. Das nennt sich Social Selling für die eigene Karriere: Du baust Vertrauen auf, zeigst Expertise und wirst zur Marke.

Gut zu wissen: Der LinkedIn-Algorithmus bevorzugt aktive Profile. Wer regelmäßig postet, kommentiert oder Beiträge teilt, wird häufiger im Feed anderer angezeigt – und erhöht so die eigene Sichtbarkeit enorm.

Schritt für Schritt: So baust du dein LinkedIn-Profil auf

Ein überzeugendes LinkedIn-Profil ist kein Hexenwerk – aber es folgt einer klaren Struktur. Ziel ist es, auf den ersten Blick zu zeigen, wer du bist, was dich interessiert und wohin du möchtest. Gerade als Student oder Studentin geht es dabei weniger um perfekte Berufserfahrung, sondern viel mehr um Orientierung, Potenzial und Persönlichkeit.

Profilfoto und Titelbild: Dein professioneller Auftritt

Der erste Eindruck entsteht in Sekunden. Ein aktuelles, professionelles Profilfoto sorgt dafür, dass dein Account seriös und sympathisch wirkt. Dabei musst du kein teures Shooting buchen: Ein gut ausgeleuchtetes Foto mit neutralem Hintergrund, freundlichem Blick und angemessener Kleidung reicht völlig aus.

Überlege dir beim Hochladen des Bildes, welchen Eindruck du in einem Bewerbungsgespräch hinterlassen möchtest und wie du von möglichen Arbeitgebern wahrgenommen werden möchtest. Dein Profilfoto ist oft das Erste, was Recruiter oder Netzwerkpartner von dir sehen.

Tipp: Nutze auch das Banner (Titelbild) clever. Hier kannst du visuell zeigen, wofür du stehst – sei es durch ein Bild deiner Universität, eine Grafik zu deinem Studienfach oder ein inspirierendes Zitat. Das Banner ist deine Chance für Storytelling auf einen Blick.

Die Headline: Zeige, wofür du stehst

Die Headline ist einer der wichtigsten Teile deines LinkedIn-Profils – sie wird überall angezeigt, wo dein Name auftaucht. Nutze sie nicht nur für deine aktuelle Tätigkeit, sondern um deine Interessen und Ziele sichtbar zu machen. So verstehen andere sofort, in welchem Bereich du dich bewegst und wofür du dich vernetzen möchtest.

  • „BWL-Studentin | Interesse an Marketing & Social Media | Auf der Suche nach Praktikum ab Sommer 2026"
  • „Informatik-Student | Begeistert von KI & Machine Learning | Open to Work"
  • „Psychologie-Studentin | Fokus auf Organisationspsychologie | Werkstudentin im HR-Bereich"

Der Slogan sollte authentisch sein und deine Persönlichkeit widerspiegeln. Vermeide generische Formulierungen wie „Motivierter Student" – sei stattdessen konkret und zeige, was dich auszeichnet.

Der Infotext: Deine Kurzvorstellung

Im Infotext (auch „Zusammenfassung" oder „Info" genannt) kannst du dein Profil abrunden. Hier geht es nicht darum, deinen Lebenslauf zu wiederholen, sondern deine Motivation und deinen Fokus zu erklären.

  • Was studierst du und warum?
  • Welche Themen oder Branchen interessieren dich besonders?
  • Welche Erfahrungen oder Fähigkeiten möchtest du weiter ausbauen?
  • Was macht dich aus und wofür brennst du?

Schreibe dabei authentisch und verständlich – gerne in kurzen Absätzen oder mit Aufzählungen. Ein klar formulierter Infotext macht dein Profil greifbar und lädt andere dazu ein, Kontakt aufzunehmen.

Tipp: Verlinkungen zur eigenen Website, zu Projekten oder zu Arbeitsproben erhöhen die Glaubwürdigkeit deines Profils zusätzlich und bieten Arbeitgebern einen direkten Einblick in deine Arbeit. Nutze Storytelling, um deine Motivation greifbar zu machen.

Ausbildung, Stationen und Projekte: mehr als nur Pflichtangaben

Trage dein Studium vollständig ein und ergänze relevante Inhalte wie Studienschwerpunkte, Projekte, Praktika, Werkstudentenstellen oder ehrenamtliches Engagement. Beschreibe kurz, was du dort gelernt hast oder welche Aufgaben du übernommen hast.

Auch Studienprojekte sowie Gruppen- oder Abschlussarbeiten können hier sinnvoll sein – vor allem, wenn sie fachlich zu deinem gewünschten Berufsfeld passen oder deine Interessen verdeutlichen. So zeigst du, dass du dein Wissen praktisch anwendest und für welche Themen du brennst.

Beispiel: „Projektarbeit im Modul Marketing: Entwicklung einer Social-Media-Kampagne für ein lokales Start-up mit Fokus auf Instagram und TikTok. Ergebnis: +35 % Reichweite innerhalb von 4 Wochen."

Solche konkreten Beispiele zeigen Recruitern, dass du nicht nur Theorie beherrschst, sondern auch praktisch denkst und handelst.

Skills und Kenntnisse: Dein Kompetenzprofil

Im Bereich „Kenntnisse" kannst du fachliche und persönliche Skills angeben, z. B. Softwarekenntnisse, Sprachen oder Methodenkompetenzen. Wähle diese bewusst aus und orientiere dich an deinem Studienfach und deinen Karrierezielen.

Empfehlungen durch andere Kontakte erhöhen zusätzlich die Glaubwürdigkeit deines Profils. Scheue dich nicht, Kommilitonen, Dozenten oder ehemalige Vorgesetzte um eine Empfehlung zu bitten – das stärkt dein Profil enorm.

Tipp: Priorisiere deine wichtigsten Skills und stelle sicher, dass sie zu den Anforderungen in deinem Wunschbereich passen. Der LinkedIn-Algorithmus achtet auf Übereinstimmungen zwischen deinen Skills und den Suchanfragen von Recruitern.

Netzwerken mit Strategie

Kontakte sammeln allein bringt wenig, daher ist es wichtig, auf einen gezielten Aufbau deines Netzwerks zu achten. Verbinde dich daher unbedingt mit Personen aus deinem Wunschbereich. Das könnten beispielsweise vergangene Arbeitgebende, Alumni deiner Universität oder Kolleginnen und Kollegen sein. Eine kurze, persönliche Nachricht zur Kontaktanfrage zeigt Professionalität.

Da es auf LinkedIn Millionen von Profilen gibt, ist es besonders wichtig, aktiv und sichtbar zu bleiben. Pflege dein Profil deshalb regelmäßig, ergänze neue Erfahrungen und vernetze dich kontinuierlich mit Menschen, die du im Studium oder im beruflichen Umfeld triffst. Du weißt nie, wann dir der Kontakt zukünftig mal von Nutzen sein könnte. Durch eine aktive Nutzung bleibst du nicht nur auf dem Laufenden, sondern wirst auch eher wahrgenommen.

Du möchtest nicht nur dein LinkedIn-Profil optimieren, sondern auch deine finanzielle Zukunft strategisch planen? Unsere MLP Beraterinnen und Berater unterstützen dich dabei, schon im Studium die Weichen für deinen Berufseinstieg richtig zu stellen – von Versicherungen über Geldanlage bis hin zur Karriereberatung.

Fazit: LinkedIn als digitale Visitenkarte für deine Karriere

LinkedIn ist keine Jobbörse wie jede andere – es ist deine digitale Visitenkarte, dein Netzwerk und dein Karrierewerkzeug für jetzt und später. Je früher du dich hier positionierst, desto mehr Chancen ergeben sich langfristig.

Du brauchst keinen perfekten Lebenslauf, nur klare Ziele, Persönlichkeit und die Bereitschaft, sichtbar zu werden. Wichtig ist, schon früh im Studium digitale Präsenz zu zeigen und potenzielle Kontakte zu knüpfen, um später in der Branche erfolgreich zu sein.

Mit einem starken LinkedIn-Profil zeigst du:

  • Deine Motivation und deinen Karrierefokus
  • Deine Fähigkeiten und Projekte – auch ohne langjährige Berufserfahrung
  • Deine Offenheit für Austausch, Lernen und neue Möglichkeiten

Starte jetzt – dein zukünftiges Ich wird es dir danken.

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