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Studium finanzieren ohne BAföG: So geht's!

Das Wichtigste in Kürze

  • Oft wird BAföG aufgrund von Vermögenswerten oder des Einkommens der Eltern abgelehnt.
  • Eine Alternative dazu bieten Nebenjobs, die jedoch in Corona-Zeiten bedroht sein könnten.
  • Unterstützungsmöglichkeiten gibt es generell in Form von Wohngeld. Allgemein müssen auch die Eltern mit dafür sorgen, dass ihr Nachwuchs studieren kann – viele Studierende wünschen sich jedoch finanzielle Unabhängigkeit von den Eltern.
  • Eine alternative Finanzierungsmöglichkeit bietet ein Stipendium.
  • Ein Studienkredit mit besonderen Konditionen kann helfen, wenn die anderen Unterstützungsformen nicht in Frage kommen.

Studieren ohne BAföG
((GettyImages/Riska))

Wann wird BAföG abgelehnt?

Dass ein Studium ohne BAföG finanziert werden muss, ergibt sich häufig durch einen Ablehnungsbescheid des BAföG-Amts. Die häufigsten Gründe für eine Ablehnung: Das Einkommen der Eltern des Antragsstellers oder der Antragstellerin ist zu hoch oder es gibt andere Arten von Vermögen. Haben Studierende beispielsweise viel Erspartes oder einen Bausparvertrag, kann BAföG abgelehnt werden.

Weitere Gründe, die den Anspruch auf BAföG erlöschen lassen, sind unter anderem:

  • das Alter (meist 30 Jahre, im Masterstudiengang etwas älter)
  • der unbegründete Wechsel der Studienfachrichtung nach einer bestimmten Anzahl an Semestern
  • ein Teilzeitstudium
  • die Überschreitung der Dauer der maximalen Förderungszeit durch BAföG

Tipp: In der aktuellen Situation durch die Coronakrise kann sich mitunter ein neuer Antrag nach der erstmaligen Ablehnung auszahlen, wenn die Eltern zum Beispiel aufgrund von Kurzarbeit weniger verdienen. War beim ersten Ablehnen das zu hohe Einkommen schuld, könnte nun der Antrag bewilligt werden.

Nebenjob für die Studienfinanzierung

Doch auch wenn es kein BAföG gibt, muss der Traum vom Studium nicht begraben werden. Die meisten Studierenden wünschen sich trotz der BAföG-Ablehnung finanzielle Unabhängigkeit im Studium und entscheiden sich daher für einen Nebenjob. Minijobs sind steuerfrei und daher besonders beliebt.

Durch Corona wurden jedoch viele Studierende in puncto Minijob ausgebremst. Besonders schwierig ist die Situation aktuell für Beschäftigte in der Gastronomie- oder Eventbranche. Wer durch die aktuelle Lage in finanzielle Engpässe gerät, kann sich an die Studierendenwerke der jeweiligen Universität wenden. Dort gibt es mitunter Notfallhilfen, die bei Jobverlust durch die Corona-Pandemie greifen.

Unterstützungsmöglichkeiten: Wohngeld und Hilfe durch die Eltern

Eine andere Form der Unterstützung ist das Wohngeld, das als Zuschuss für Personen mit geringem Einkommen geleistet wird. Studierende müssen hierfür ein Einkommen (z. B. durch einen Nebenjob) nachweisen, dürfen aber die maximale Grenze von 860 Euro für einen Einpersonenhaushalt nicht überschreiten. Die Basis für die Beantragung des Wohngeldes ist der BAföG-Ablehnungsbescheid.

Zudem sind Eltern generell dazu verpflichtet, volljährige Kinder finanziell während der Ausbildung oder des Studiums zu unterstützen. In der Regel sind rund 860 Euro Zuschuss durch die Eltern pro Monat vorgesehen [Stand: 2021]. Der Betrag gilt aber nur, wenn die Studentin oder der Student außerhalb des elterlichen Haushalts lebt. Studiengebühren sind von dieser Regelung ausgenommen und müssen draufgezahlt werden.

Stipendium als Finanzierungshilfe ohne Rückzahlung

Besonders entspannt lässt sich studieren, wenn ganz ohne Anstrengung oder elterliche Hilfe Geld fließt. Das gelingt durch ein Stipendium. Dieses muss – anders als BAföG – nach dem Studium nicht zurückgezahlt werden. Es werden zum Beispiel Stipendien durch Unternehmen vergeben, wenn der oder die Studierende:

  • besonders gute Leistungen im Studium erbringt (diese müssen in der Regel für die Dauer der Unterstützung aufrechterhalten und nachgewiesen werden)
  • sich in besonderem Maße im sozialen Bereich engagiert
  • eine längere Auslandsreise gemacht hat

Generell gibt es aber sehr viele Möglichkeiten für ein Stipendium. Eine aktive Bewerbung ist meist erforderlich. Wichtig ist vor allem, einen Blick auf die Bewerbungsfristen zu werfen, um die Finanzspritze rechtzeitig zu erhalten.

Tipp: Auch MLP bietet Stipendien an

Finanzierung durch Studienkredit

Sollten alle Formen der Unterstützung nicht in Frage kommen, bleibt noch die Wahl eines Studienkredits. Dieser wird meist zu besonderen Konditionen vergeben. Auch muss dafür in der Regel kein besonderes Einkommen nachgewiesen werden. Trotzdem sollte man die Rahmenbedingungen sorgfältig prüfen, damit auch nach dem Studium kein finanzieller Engpass entsteht.

Tipp: Beratungen rund um ein passendes Darlehen leistet meist das Studierendenwerk einer Universität.

Fazit: Vielseitige Chancen der Studienfinanzierung

Es gibt längst nicht nur BAföG, um das eigene Studium ausreichend zu finanzieren. Die zahlreichen Alternativen lassen Studentinnen und Studenten oft die freie Wahl. Empfehlenswert ist zum Beispiel ein Antrag auf Wohngeld oder ein Stipendium, das nach der Studienzeit nicht zurückgezahlt werden muss.

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