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Datum
15.03.2021

Nachhaltig surfen

Auch im Internet an die Umwelt denken

Beim Thema „Nachhaltigkeit“ denken die meisten Personen als Erstes an erneuerbare Energien im Haushalt oder Abfall reduzieren. Doch selbst beim Surfen im Internet kann man den ökologischen Fußabdruck verbessern.

Nachhaltig surfen
(GettyImages/Westend61)

Das Wichtigste in Kürze

  • Wer viel offline erledigt, hat bereits einen guten Start gefunden.
  • Der Pluspunkt: Offline-Dateien sind auch in Situationen mit Internetausfall nutzbar.
  • Energie kann man auch mit stromsparenden Geräten oder kleineren Dateien in E-Mails reduzieren.
  • Nachhaltige Suchmaschinen oder Textsuchen sind nachhaltiger als Sprachanfragen über Alexa oder Cortana.

Warum überhaupt Nachhaltigkeit beim Surfen?

Wer nachhaltig denkt und lebt, verkleinert seinen ökologischen Fußabdruck und fördert damit den Umweltschutz. Deshalb sollte der Gedanke nicht bei den „offensichtlichen“ Maßnahmen in puncto Nachhaltigkeit enden. Selbst vermeintlich kleine Anpassungen im Alltag können in der Summe große Auswirkungen haben. Dazu gehört auch, bewusster zu surfen und im Internet an unsere Umwelt zu denken.

Wir haben einige Tipps gesammelt, mit denen sich Nachhaltigkeit im Internet ohne großen Aufwand oder starke Einschränkungen umsetzen lässt.

Tipp 1: So viel wie möglich offline erledigen

Immer wieder dasselbe Lied anhören oder sich über die Lieblingsserie vor dem Einschlafen freue – diese Dinge kann man bestens offline erledigen. So praktisch Streaming-Angebote in der heutigen Zeit auch sein mögen: Sie gelten als echte Energiefresser, da die Daten immer wieder neu geladen werden müssen. Wer sich hingegen für den Download eines Songs, Films oder einer Serien-Episode entscheidet, reduziert den Aufwand. Pluspunkt: Selbst bei einem Internetausfall kann man den Musik- und Serienspaß fortführen - bei einem vollgeladenen Akku sogar dann, wenn es einen Stromausfall gibt.

Tablets sind energiesparender als die meisten Desktop-PCs, Laptops und Notebooks. Daher sollte man sie zum Beispiel für einen Serien-Marathon gegenüber den größeren Modellen bevorzugen. Auch wer in Ruhe ein neues E-Book lesen möchte, sollte lieber zu einem Tablet als zu einem Laptop greifen.

Tipp 2: Energiefresser eliminieren

Auch das Internet braucht Strom. Das kann jedoch beim regelmäßigen nutzen schnell in Vergessenheit geraten, zumal der Stromverbrauch zu Hause oft nur gering beeinflusst wird. Doch selbst, wenn man nachts den Stecker vom Modem zieht, kann sich das positiv auf die Stromrechnung auswirken. Je nach Modell kann ein Modem auch im ungenutzten, aber angeschlossenen Zustand sogar so viel Strom wie ein Küchengerät verbrauchen!

Generell man auf das Versenden riesiger Datenmengen so weit wie möglich verzichten. Die Kollegen auf der Arbeit freuen sich eventuell sogar über weniger E-Mails mit kompakten Dateien, die zuvor mit speziellen Programmen komprimiert wurden. Gerade für Bilder und Videos gibt es einige Helfer, die die Dateigröße in kurzer Zeit verringern. Viele davon sind kostenlos. Wenige Klicks sorgen so für eine enorme Energie-Einsparung.

Tipp 3: Bewusst surfen

„Ecosia statt Google“, „Text statt Ton“: Das sind unsere Tipps für ein bewusstes Surfen.

Wird die „grüne“ Suchmaschine Ecosia benutzt, wird beispielsweise nach einer bestimmten Anzahl von Suchanfragen ein Baum gepflanzt. Das ist immerhin ein kleiner Ausgleich zum Stromverbrauch des Internets.

Wer sich für die Eingabe von Texten in Suchmaschinen entscheidet, statt intelligente Helfer wie Alexa oder Cortana zu befragen, minimiert den Rechercheaufwand und damit die dahinterstehende Energie.

Zudem lohnt sich öfter mal ein Blick auf die Studie „Clicking Green“ von Greenpeace. Diese listet Seiten und Anbieter, die sich darum bemühen, den ökologischen Fußabdrucks ihrer Nutzerinnen und Nutzer zu verbessern, beispielsweise durch den Einsatz erneuerbarer Energien. Im Jahr 2017 beispielsweise wurden Facebook, Google und Microsoft für ihre Maßnahmen in dieser Hinsicht gelobt.

Fazit: Schon wenige Änderungen verbessern die Nachhaltigkeit im Netz

Mit kleinen Anpassungen im Surf-Verhalten können Internetanwenderinnen und -anwender viel zur Energieeinsparung beitragen. Gerade, wer im Alltag einen eher ausgeprägten ökologischen Fußabdruck hat und nicht weiß, wie dieser verbessert werden kann, hat im Netz Chancen einige Maßnahmen umzusetzen. Auch im eigenen Portemonnaie kann sich die Ersparnis, zum Beispiel durch Nutzung des Tablets oder nächtliches Abschalten des Modems, bemerkbar machen.


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