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Camper Urlaub im Corona Jahr

Die wichtigsten Punkte zusammengefasst

Individuelle Anreise, die eigene Unterkunft unter freiem Himmel, genug Abstand zum Camping Nachbar. Das klingt doch alles Corona neutral, oder?

Doch der Camper Urlaub ist nicht ganz so easy, wie du vielleicht vermutest.

Aktuell gehen die Corona Zahlen laut dem RKI wieder hoch und immer mehr Camping Ziele werden als Risikogebiet ausgesprochen.

Nicht nur die Corona Fakten gestalten den Camping Urlaub riskant, sondern auch grundlegende Fragen, wie z.B. die optimale Absicherung des Campers oder wo du überhaupt campen darfst. Wir haben zusammengefasst.

Camping
(GettyImages/ ewg3D)

Wie teuer ist der Campingurlaub im Corona Sommer?

Ganz klar ist dieses Jahr ein Camping Boom zu verbuchen. Schon 2019 gab es insgesamt 36 Mio. Übernachtungen auf den 3.000 Campingplätzen in Deutschland und ca. 87 % der Campinggäste waren deutsche Urlauber.

Der Campingurlaub ist als vergleichsweise günstiger Urlaub bekannt, doch ist das im Corona Jahr immer noch so?

Laut dem ADAC kostet eine Übernachtung im Schnitt ca. 30 Euro.

Camping Urlaub mit strengen Corona Regeln

Die Corona Regeln auf Campingplätzen in Deutschland sind nicht auf Bundesebene geregelt, so der Geschäftsführer des Bundesverbands der Campingwirtschaft in Deutschland e.V. (BVCD). Damit liegen die Corona Regeln bei jedem Bundesland individuell. Für dich bedeutet das, du solltest dich mit den Hygienekonzepten der anvisierten Campingregion vorher vertraut machen.

Die Maskenpflicht in geschlossenen Räumen oder das Abstandsgebot gilt natürlich auf jedem Campingplatz.

Corona Regeln: Wer darf auf den Campingplatz und wer nicht?

In Deutschland regeln auch diesen Punkt die Bundesländer individuell. Warst du 14 Tage vor deiner Anreise in einem Risikogebiet, musst du dich beim Gesundheitsamt melden und erstmal in Quarantäne. Das gilt z.B. in Hessen, Hamburg, Thüringen, Nordrhein-Westfalen und im Saarland.

In Mecklenburg-Vorpommern sollen Reisende, die aus einem Gebiet mit mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in den letzten sieben Tagen kommen, sofort in Quarantäne.

Abseits der Corona Regeln: Einfach irgendwo in der Natur campen?

In Deutschland und den meisten europäischen Nachbarländern ist es nicht erlaubt, den Camper einfach irgendwo in der Natur oder auf einem Parkplatz längere Zeit abzustellen.

Laut Straßenverkehrsordnung ist allerdings einmaliges Übernachten im Wohnmobil gestattet, um die Fahrtüchtigkeit wiederherzustellen.

Generell musst du also auch mit Wohnmobil vorab einen Platz auf einem Campingplatz buchen – und das am besten möglichst früh. Denn gerade in diesem Corona Sommer wird es sicherlich besonders an beliebten Urlaubsorten sehr voll.


Darfst du jedes Wohnmobil mit deinem Führerschein fahren?

Wer den Führerschein der alten Klasse 3 gemacht hat, darf theoretisch Wohnmobile bis 7,5 t fahren.

Wenn du dagegen einen neueren Führerschein der Klasse B hast, sind lediglich Camper bis 3,5 t erlaubt. Das dürfte aber locker für die gängigen Modelle ausreichen.

Welche Versicherungen brauchst du im Camping Urlaub?

Bei einem gemieteten Camper ist in der Regel eine Kfz-Haftpflichtversicherung und eine Vollkaskoversicherung im Mietpreis enthalten. Große Unterschiede gibt es bei der Selbstbeteiligung. Üblich sind 1.000 Euro, teilweise sogar noch mehr. Bis zu diesem Betrag müssen Kunden einen Schaden selbst tragen. Es gibt extra Versicherungspakete, mit denen sich der Selbstbehalt erheblich senken lässt. Auch diese Pakete sehen jedoch Ausschlüsse vor, weshalb nicht alle Arten von Schäden gedeckt sind.

Wer einen Camper kauft, muss – wie beim Auto – selbst eine separate Haftpflicht- und Kaskoversicherung abschließen.

Kann ich spontan noch ein Wohnmobil mieten?

Für die Hauptsaison wird es in Deutschland sicherlich schon recht eng, aber mit etwas Glück lassen sich noch stornierte Fahrzeuge ergattern. Auch für September und Oktober findest du derzeit noch viele gute Angebote. Im Internet gibt es mittlerweile eine große Anzahl von Wohnmobil Vermietern und Fahrzeugen in verschiedenen Größen und Ausstattungen – von basic bis luxuriös, für zwei bis zu sechs Personen. In der Hauptsaison müssen Reisende – je nach Fahrzeugmodell und Versicherungspaket – mit 100 bis 150 Euro pro Tag rechnen. Für Langzeitmieter gibt es oft Rabatte.

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