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Je früher, desto besser: Warum eine Berufsunfähigkeits-Versicherung so wichtig ist

Berufsunfähig. Und nun? Hier erfahrt ihr, wie ihr euch bestmöglich absichert, wenn ihr wegen Unfall oder Krankheit nicht mehr in eurem Beruf arbeiten könnt.

Für Schnellleser:

  • Die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) springt ein, wenn du deinen Beruf wegen eines schweren Unfalls oder einer schweren Erkrankung nicht mehr ausüben kannst.
  • Hauptursache für Berufsunfähigkeit sind psychische Erkrankungen. Es kann also jeden treffen. Eine BU ist daher für jeden berufstätigen Menschen unverzichtbar.
  • Je früher du einsteigst, und je gesünder du bist, desto günstiger sind deine monatlichen Beiträge. Viele Versicherer bieten Studenten einen besonders günstigen Einsteigertarif an − bei vollem Versicherungsschutz.
  • Vergleiche unbedingt die unterschiedlichen Leistungen der verschiedenen Versicherer und lass dir dabei professionell helfen.

Unverzichtbar beim Berufsstart

Der Bachelor oder Master ist geschafft, der Kopf raucht noch von den letzten Prüfungen – und schon wartet eine neue Herausforderung auf dich. Denn spätestens wenn du dir einen Job suchst, musst du dich selbst um eine Reihe wichtiger Versicherungen kümmern. Eine der wichtigsten ist die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU). Sie ist zwar nicht gesetzlich vorgeschrieben, gehört aber ohne Frage zur Grundausstattung und wird auch von den Verbraucherzentralen dringend empfohlen. Das Prinzip: Falls du wegen eines Unfalls oder einer schweren Krankheit nicht mehr in der Lage bist, in deinem Beruf zu arbeiten, zahlt dir die BU eine vereinbarte Rente. Sie kann dich so vor dem finanziellen Ruin bewahren.

Warum eine Berufsunfähigkeitsversicherung so wichtig ist

Wenn du mitten im arbeitsfähigen Alter bist, erhältst du zwar im Ernstfall unter bestimmten Umständen vom Staat eine so genannte Erwerbsminderungsrente. Diese ist aber in der Regel so gering, dass sie zum Leben kaum ausreicht. Eine zusätzliche private Absicherung ist also besonders wichtig. Das Risiko der Berufsunfähigkeit ist nicht auf körperlich arbeitende Menschen beschränkt. Das zeigen ein paar Zahlen. Nach einer Auswertung des Analysehauses Morgan & Morgen vom April 2015 sind Unfälle in nur neun Prozent der Fälle Ursache für Berufsunfähigkeit. „Erkrankungen des Bewegungsapparates“, wie Rückenleiden stehen mit 21 % auf Platz 2. Auf Platz 1 dagegen stehen mit 28 % Nervenkrankheiten. Die Gefahr, wegen psychischer Überlastung nicht mehr in seinem Beruf arbeiten zu können, ist also alles andere als gering.

Je früher, desto besser

Faustregel: Je jünger und damit gesünder du bist, desto geringer ist der monatliche Beitrag, den du für deine BU aufwenden musst. Damit du eine BU abschließen kannst, musst du einen Fragenkatalog der Versicherungsgesellschaft über deinen Gesundheitszustand ausfüllen. Der Versicherer kalkuliert anhand deiner Angaben deinen Monatsbeitrag. Vorerkrankungen und chronische Krankheiten verteuern den Beitrag von Anfang an. Du solltest dich daher um deine BU kümmern, solange du gesund bist – je früher, desto besser. Am besten bereits im Studium. Viele Versicherer bieten Studenten einen besonders günstigen Einsteigertarif an − bei vollem Versicherungsschutz.

Versicherungs-Extras, je nach Geschmack

Du solltest dich auf jeden Fall gut beraten lassen. Es gibt ein paar Extras, die verschiedene Versicherer anbieten. So ist es etwa oft üblich, dass eine BU erst ab dem Zeitpunkt einspringt, an dem du der Versicherung deine Berufsunfähigkeit meldest. Manche Versicherungen bieten aber an, dass auch eine rückwirkende Rentenzahlung ab dem Zeitpunkt der Anerkennung der Berufsunfähigkeit möglich ist – sogar rückwirkend bis zu mehreren Jahren. Solch eine Klausel kann beispielsweise dann sinnvoll sein, wenn du nach einem Unfall oder wegen einer Krankheit vor Gericht um eine Anerkennung deiner Berufsunfähigkeit kämpfen musst und den Prozess gewinnst.

Probate Mittel gegen die Inflation

Eine weitere mögliche Klausel in einem BU-Vertrag könnte ein Inflationsausgleich sein. Darin wird festgelegt, dass die Rentenzahlung jährlich um einen vereinbarten Prozentsatz angehoben wird. Gerade im Falle einer Berufsunfähigkeit in jungen Jahren kann so eine Rentensteigerung in den folgenden Jahren Gold wert sein. Denn sie stellt sicher, dass du im Ernstfall jedes Jahr die gleiche Kaufkraft zur Verfügung hast.

Mit einer Nachversicherungsgarantie lässt sich später Zeit und Geld sparen

Auch lohnt es sich, das Thema Familie einzubeziehen, auch wenn du noch gar nicht verheiratet bist und/oder Kinder hast. Vorausschauendes Handeln kann später Geld sparen. Beispiel: Wenn du einen Vertrag mit Nachversicherungsgarantie abschließt, kannst du den Versicherungsschutz später ohne erneute Gesundheitsprüfung aufstocken. Das ist sinnvoll, wenn dein Lebenspartner, deine Lebenspartnerin oder auch eventuell deine Kinder von deinem Einkommen abhängig sind. So eine Nachversicherungsgarantie wird übrigens je nach Versicherer meist nur bis zu einem bestimmten Alter angeboten. Also gilt auch hier: Je früher du dir Gedanken machst, desto besser.