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Vorsorgen mit der Basisrente

Vorteile für Studenten, die bereits Steuern zahlen

Jetzt schon an die Altersvorsorge denken? Natürlich. Wer frühzeitig vorsorgt, hat später weniger finanzielle Sorgen. Ein Weg: die Basisrente.

Für Schnellleser:

  • Es lohnt sich, schon im Studium an die eigene Altersvorsorge zu denken. Denn die Zeit und der Zinseszinseffekt sind auf lange Sicht gesehen deine Freunde.
  • Die Basisrente ist eine kapitalgedeckte Ansparform. Vereinfacht bedeutet dies, dass du mit deinen eigenen Beiträgen für deine spätere Rente sorgst. Dein Vorteil: Du bestimmst selbst, wie viel du monatlich in deine Basisrente einzahlst.
  • Die Basisrente ist flexibel. Bei der Ansparform kannst du wählen: Von klassischer Versicherungslösung mit Garantiezins bis zum Fondssparen ist alles möglich.
  • Die Basisrente bietet dir Steuervorteile: In der Ansparphase kannst du einen Großteil der Beiträge steuerlich absetzen.
  • Basisrenten werden immer als monatliche Rente ausgezahlt. Eine Einmalauszahlung des angesparten Vermögens ist nicht möglich.
  • Du musst zum Rentenbeginn mindestens 62 Jahre alt sein.
  • Die Basisrente ist nicht vererbbar. Eine Hinterbliebenenrente kann eingeschlossen werden.
  • Die Basisrente kann mit Zusatzversicherungen, z.B. mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung, kombiniert werden – mit dieser Verbindung kannst du dich steuerbegünstigt gegen Berufsunfähigkeit absichern. Einige Versicherer bieten Studenten und Berufsstartern für diese Kombination besonders günstige Anfangsbeiträge.

Warum die private Altersvorsorge wichtig ist

Es lohnt sich, schon im Studium an die eigene Altersvorsorge zu denken. Denn es ist ein offenes Geheimnis, dass es immer schwieriger wird, sich ein finanziell angenehmes Auskommen im Alter zu sichern. Das liegt vor allem an der demografischen Entwicklung in Deutschland: Es wird in den kommenden Jahren und Jahrzehnten immer weniger Menschen geben, die in die Rentenkassen einzahlen. Gleichzeitig wird es immer mehr Rentner geben.

Deshalb musst du dir Gedanken darüber machen, wie du zusätzlich zur staatlichen Rente einen Kapitalstock aufbaust, den du im Alter aufzehren kannst. Je früher du damit beginnst, für deine eigene finanzielle Sicherheit im Alter zu sorgen, desto leichter wirst du deine Ziele erreichen. Denn die Zeit und der Zinseszinseffekt sind auf lange Sicht gesehen deine Freunde.

So funktioniert die Basisrente

Die Basisrente soll von der Idee her ein Instrument sein, das der staatlichen Rente zumindest in weiten Teilen ähnelt. Es gibt jedoch einige Unterschiede. Der wichtigste davon: Das staatliche Rentensystem ist ein Umlagesystem. Die Beiträge der jüngeren Beitragszahler werden mehr oder weniger direkt an diejenigen ausgezahlt, die bereits Renten beziehen. Die Basisrente dagegen eine kapitalgedeckte Ansparform.

Vereinfacht bedeutet dies, dass jeder Beitragszahler mit seinen Beiträgen für die spätere eigene regelmäßige Rente sorgt. Die Aufgabe, diesen Anspruch zu garantieren, übernimmt nicht der Staat, sondern der jeweilige Anbieter einer Basisrente. In den meisten Fällen sind dies Versicherungen. Da du selbst mit deinen Beträgen während deines Arbeitslebens für die eigene Rente im Alter vorsorgst, gibt es für dich bei der Basisrente zwei Phasen. Die Ansparphase, in denen du Beiträge bezahlst, einen Kapitalstock aufbaust und damit die Grundlage für die zweite Phase bereitest: die Auszahlphase.

Die Ansparphase

Anders als bei der staatlichen Rente richtet sich dein Beitragssatz nicht nach deinem Einkommen, sondern Du bestimmst selbst, wie viel du monatlich in deine Basisrente einzahlst. Und auch bei der Ansparform kannst du wählen: Von einer klassischen Versicherungslösung bis zum Fondssparen ist alles möglich. Hier solltest du dich gut beraten lassen. So kann ein klassischer Rentensparvertrag dir eine gewisse Verzinsung garantieren. Fondssparverträge bieten dagegen die Aussicht auf eine höhere Rente – allerdings meist ohne Garantien.

Die Auszahlphase

Ganz gleich, welche Art von Vertrag du abgeschlossen hast: Ab dem Beginn der Auszahlphase wirst du eine regelmäßige, lebenslange Rente erhalten. Eine Einmalauszahlung ist nicht vorgesehen und auch nicht erlaubt. Die Basisrente soll dir schließlich bis zum Lebensende eine verlässliche finanzielle Stütze sein. Deshalb kannst du deine Bezugsrechte auch nicht an Dritte verkaufen und auch nicht verpfänden.

Die Höhe der monatlichen Auszahlung der Basisrente richtet sich danach, wie viel du über die Jahre eingezahlt hast und welchen Art von Vertrag du abgeschlossen hast – also beispielsweise eine klassische Versicherung oder einen Fondssparplan. Hast du eine klassische Versicherungslösung gewählt, weißt du schon im Voraus, wie hoch deine monatliche Rente im Alter mindestens sein wird. Denn in diesem Fall gibt es eine Garantieverzinsung.

Bei einem Fondssparplan wirst du im Laufe der Zeit zwar auch darüber informiert, wie hoch die zu erwartende Rente wahrscheinlich sein wird, doch da die Wertentwicklung von Fonds von den Entwicklungen an den Kapitalmärkten abhängt, gibt es hier keine Garantien.

Das Thema Steuer: ein besonderer Vorteil der Basisrente

Die Basisrente ist vor allem deshalb interessant, weil sie dir in der Ansparphase Steuervorteile bietet. Das ist der Ausgleich dafür, dass du die Rente ab dem Jahr 2040 komplett versteuern musst. Konkret: Beiträge zu Basisrenten-Verträgen können im Jahr 2015 zu 80 Prozent als Altersvorsorgeaufwand von der Steuer abgesetzt werden. In den kommenden Jahren steigt dieser Satz jeweils um zwei Prozent. Ab dem Jahr 2025 sind die Beiträge komplett bis zu einem gewissen Höchstbetrag abzugsfähig.

Bislang lag dieser fix bei 20.000 Euro. Seit diesem Jahr orientiert sich der abzugsfähige Höchstbetrag am Höchstbetrag zur knappschaftlichen Rentenversicherung. Im Jahr 2015 sind bis zu 22.172 Euro (Ledige) oder 44.344 Euro (Verheiratete) an Beiträgen abzugsfähig. Als Student wirst du solche Beträge aller Voraussicht nach wohl noch nicht erreichen. Doch es zeigt dir, welche Dimensionen an Steuervorteilen dir die Basisrente im Berufsleben bieten kann. Solltest du als Student so viel Geld verdienen, dass du Steuern zahlst, kannst du bereits jetzt davon profitieren.

Und wenn du deine Basisrente mit einer ohnehin notwendigen Berufsunfähigkeitsversicherung kombinierst, kannst du auch deren Beiträge als Sonderausgaben steuerlich geltend machen. Einige Anbieter bieten Studenten und Berufsstartern für diese Kombination besonders günstige Anfangsbeiträge an.

Ziel und Absicherung der Basisrente

Das Ziel der Basisrente ist es, dass du dir langfristig fürs Alter ein regelmäßiges Zusatzeinkommen ansparen kannst. Damit du dieses Ziel erreichst, hat der Gesetzgeber die Verwendung des eingezahlten Kapitals genau reguliert. So musst du zum Rentenbeginn mindestens 62 Jahre alt sein. Ein vorheriger Beginn der Auszahlung ist nicht möglich. Solltest du sterben, verfällt das eingezahlte Kapital. Die Rente ist zudem nicht vererbbar und nicht beleihbar. Du kannst deine Bezugsrechte nicht an Dritte verkaufen und auch nicht verpfänden. Eine langfristige Auszahlung der Basisrente ist dir also garantiert. Deine Basisrente ist auch in anderer Hinsicht zu deinem Vorteil geschützt: Solltest du länger arbeitslos sein, wird das bereits angesparte Kapital bei der Anrechnung von Vermögen nicht berücksichtigt.

Sinnvolle Zusatzvereinbarungen

Die Eigenschaft, dass eine Basisrente nicht vererbbar ist, ist für die Angehörigen ein großer Nachteil. Er kann aber mit Hilfe eines Zusatzpassus im Vertrag reduziert werden: Wenn du eine Rentengarantiezeit vereinbarst, kannst du dafür sorgen, dass deinem Ehepartner über einen vorher zu definierenden Zeitraum (zum Beispiel zehn Jahre) eine Hinterbliebenenrente in einer gewissen Höhe (beispielsweise 60 Prozent deiner Basisrente) ausgezahlt wird.