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Gut informieren: Auch bei den gesetzlichen Krankenversicherungen gibt es Unterschiede

Studenten müssen krankenversichert sein. Hier erfährst du, wie du die passende gesetzliche Versicherung findest, was es mit Zusatzbeiträgen auf sich hat und welche zusätzlichen Versicherungen sinnvoll sind.

Für Schnellleser:

  • Generell zahlen Studenten in der gesetzlichen Krankenversicherung 61,01 Euro pro Monat sowie Pflichtbeiträge in die Pflegeversicherung.
  • Dazu kommen Zusatzbeiträge, die je nach Krankenkasse unterschiedlich sind. Ein Vergleich lohnt sich.
  • BAföG-Empfänger bekommen einen Zuschuss. Den müssen sie aber beantragen.
  • Zusatzversicherungen sind empfehlenswert, weil die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) nicht alle Kosten und nicht in vollem Umfang übernimmt.

Das kostet die Versicherung

Spätestens ab dem 25. Lebensjahr musst du dich als Studentin oder Student selbst krankenversichern (davor steht dir in der Regel die Möglichkeit der Familienversicherung offen, sofern deine Eltern gesetzlich versichert sind). Bis zu deinem 30. Geburtstag (oder bis zum 14. Semester) kannst du dabei jedoch von günstigen Studententarifen der GKV profitieren oder dich von der Versicherungspflicht in der Gesetzlichen befreien lassen und im Studententarif der Privaten Krankenversicherung versichern.

Der Krankenkassen-Beitrag setzt sich aus einem einheitlichen Sockelbetrag und einem von Kasse zu Kasse variierenden Zusatzbeitrag zusammen, das gilt für Studenten und alle anderen Versicherten gleichermaßen. Studierende zahlen damit - je nach Zusatzbeitrag ihrer Kasse - einen unterschiedlichen Beitragssatz.

Du wirst also nun 25 Jahre alt, spätestens ab diesem Zeitpunkt bist du nicht mehr über deine Eltern versichert; du möchtest nun in die gesetzliche Krankenversicherung eintreten. Dafür solltest du 61,01 Euro pro Monat einkalkulieren sowie einen Zusatzbeitrag. Außerdem bist du in der Pflegeversicherung pflichtversichert. Dafür musst du pro Monat 15,52 Euro zahlen – falls du Kinder hast oder jünger als 23 bist, sind es 14,03 Euro.

Du willst genau wissen, wie es zu diesen ungeraden Beträgen kommt? Das liegt an der Rechenmethode. Basis ist der BAföG-Höchstsatz von 597 Euro. Generell liegt der Beitragssatz bei 14,6 Prozent. Für Studenten werden nur 7/10 des BAföG-Höchstsatzes herangezogen, also 417,90 Euro. Davon 14,6 Prozent sind dann eben die 61,01 Euro. Oder anders gerechnet beträgt der Beitragssatz für Studenten 10,22 Prozent. Die Pflegeversicherung wird mit 2,35 Prozent bzw. 2,6 Prozent angesetzt.

BAföG-Empfänger bekommen einen Zuschuss

Du bekommst BAföG? Dann darfst du dich auf einen Zuschuss zur Krankenkasse freuen. Das BAföG-Amt zahlt zur Krankenversicherung 62 Euro und zur Pflegeversicherung 11 Euro. Allerdings nicht automatisch – du musst den Zuschuss beim BAföG-Amt beantragen.

Gesetzliche Krankenkassen haben mittlerweile einen einheitlichen Beitragssatz. Dieser wurde 2015 von 15,5 auf 14,6 Prozent gesenkt. Einige Kassen kommen damit aber nicht aus, sie erheben daher Zusatzbeiträge. Diese musst du auch als Student zahlen. Jede Kasse entscheidet selbst, ob und in welcher Höhe sie einen solchen Beitrag erhebt. Es lohnt sich also für dich, zu vergleichen und vielleicht zu wechseln.

Der Zusatzbeitrag wird nicht auf Basis der Studentenvergünstigung berechnet, sondern auf Grundlage des vollen BAföG-Satzes von 597 Euro. Da können sich dann schon deutliche Unterschiede ergeben. Ein Beispiel: Kasse A verlangt einen Zusatzbeitrag von 0,3 Prozent. Das sind 1,79 Euro. Kasse B will 0,9 Prozent, also 5,73 Euro. Du würdest also bei Kasse B 3,94 Euro im Monat mehr zahlen. Im Jahr sind das 47,28 Euro. Da kommt also schon was zusammen.

Am besten informierst du dich darüber, welche Kassen Zusatzbeiträge erheben. Dein MLP Berater kann dich bei der Auswahl der richtigen Krankenkasse unterstützen.

So findest du das passende Angebot

Der Kassenbeitrag sollte nicht das einzige Kriterium für dich sein. Denn nicht nur die Beiträge unterscheiden sich, auch die Leistungen. Einige Kassen sprechen Studenten mit besonderen Angeboten oder eigenen Studententarifen an.

Und einige bieten auch zusätzliche Leistungen an, die nicht extra bezahlt werden müssen, zum Beispiel Hautkrebs-Screening, Homöopathie, Akupunktur, Reise-Impfungen oder Bonuszahlungen, wenn du bestimmte Fitnessangebote nutzt oder Sport treibst. Über all dies solltest du dich genau informieren, bevor du deine Wahl der Krankenkasse triffst.

Diese Zusatzversicherungen sind sinnvoll

Bislang ging es nur um Leistungen innerhalb der gesetzlichen Krankenversicherung. Du kannst dich aber auch darüber hinaus absichern. Wenn du zum Beispiel ein Auslandssemester planst oder eine längere Reise, solltest du diese Reise über eine separate Auslandskrankenversicherung versichern, weil die gesetzliche Krankenkasse nur Leistungen innerhalb Europas erstattet.

Überlegenswert ist auch eine Zusatzversicherung für Zahnersatz – der kann ansonsten sehr teuer werden. Ob eine ambulante Krankenzusatzversicherung sinnvoll ist, musst du selbst entscheiden. Sie zahlt zum Beispiel für Heilpraktikerleistungen, Impfungen oder bestimmte Vorsorgeuntersuchungen.

Auch beim Thema Zusatzversicherungen gilt: Es ist ein dichter Dschungel mit vielen Angeboten und Tarifen. Du solltest dich eingehend beraten lassen, bevor du die erstbeste Offerte unterschreibst. Eine Möglichkeit zur Orientierung bietet MLP. Wir vermittelt Zusatzversicherungen und helfen dir beim Vergleich.

Hilfreiche Links:

Krankenkassenliste des GKV-Spitzenverbandes: Dieser Verband der gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen hat eine laufend aktualisierte Übersicht der Zusatzbeitragssätze der Krankenkassen ins Netz gestellt:
Übersicht der Zusatzbeiträge der gesetzlichen Krankenkassen

Antragsassistent des Bundesministeriums für Bildung und Forschung – dort kannst du dir auch Formulare zur Beantragung des Krankenkassenzuschusses besorgen:
http://www.bafög.de/de/antragsassistent-305.php