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Corona-Pandemie: Schnelle Finanzhilfen für Studierende

Zinslose Darlehen und Änderungen beim Bafög-Zuverdienst.

Corona-Pandemie: Schnelle Finanzhilfen für Studierende

Zinslose Darlehen und Änderungen beim Bafög-Zuverdienst

Wegen der Corona-Pandemie haben viele Studierende ihre Nebenjobs verloren oder erhalten weniger Unterstützung von den Eltern. Die Bundesregierung hat jetzt zinslose Darlehen und Änderungen beim Bafög-Zuverdienst auf den Weg gebracht.

Bedienung in Kneipe oder Café, Hostess bei Messen oder Veranstaltungen, Verkäuferin im Klamotten- oder Buchladen – viele Studierende haben in den vergangenen Wochen aufgrund der Corona-Pandemie ihre Nebenjobs verloren. Und selbst, wenn viele Geschäfte im Rahmen der aktuellen Lockerungen wieder öffnen, fallen zig Aushilfsjobs längerfristig weg. Viele Studierende drohen dadurch in finanzielle Schwierigkeiten zu geraten. Denn rund zwei Drittel aller Studenten jobben regelmäßig, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Um akute finanzielle Engpässe zu überbrücken, hat die Bundesregierung jetzt einige finanzielle Hilfen beschlossen. Ein Überblick:

Zinslose Kredite für Studierende in der Corona-Krise

  • Wie viel gibt es? Maximal 650 Euro pro Monat können Studierende auf Antrag bis einschließlich März 2021 als zinslosen Kredit bekommen.
  • Wie funktioniert es? Den Antrag auf den Überbrückungskredit musst du bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) stellen. Bereits laufende KfW-Studienkredite werden ab sofort ebenfalls zinsfrei gestellt.
  • So schnell gibt es Hilfe: Wer finanzielle Unterstützung braucht, kann ab dem 8. Mai 2020 online einen Antrag bei der KfW stellen. Die erste Auszahlung soll laut Bundesbildungsministerin Anja Karliczek „ganz schnell“ erfolgen.
  • Wie läuft die Rückzahlung? Nach der letzten Auszahlung hast du eine so genannte Karenzphase von bis zu 23 Monaten, in denen du nicht tilgen, also nichts zurück zahlen musst. Bevor mit der Rückzahlung begonnen wird, erhält der Student einen Tilgungsplan, der individuell

Extra-Hilfe für Studierende in Not

Für besonders in Not geratene Studierende soll es ein zusätzliches Instrument geben. Der Bund stellt 100 Millionen Euro für Nothilfefonds der deutschen Studentenwerke zur Verfügung. Studierende mit akutem Finanzengpass können darüber nicht rückzahlbare Zuschüsse erhalten. Zuständig ist das Studentenwerk vor Ort. Einige Studentenwerke helfen auch mit zusätzlichen zinslosen Darlehen.

Mehr Zuverdienst beim Bafög möglich

Finanzielle Unterstützung für Medizin-Studenten, die in Krankenhäusern, Test-Stationen oder bei der Ermittlung von Kontaktpersonen von Corona-Infizierten helfen oder für Studierende, die im Supermarkt oder bei der Ernte einspringen:

Wer aktuell in einem systemrelevanten Bereich neben dem Studium arbeitet, dessen Hinzuverdienst wird nicht auf seine reguläre Bafög-Zahlung angerechnet. „Viele junge Menschen wollen mit anpacken, das wollen wir honorieren und erleichtern“, begründet Ministerin Karliczek die Entscheidung.

Eine generelle Öffnung des Bafög für alle Studierende, die durch die Pandemie in akute Finanznot geraten sind, ist dagegen vom Tisch.

Tipp: Bafög-Anspruch in der Corona-Krise neu checken

Tausende Arbeitnehmer und Selbstständige in Deutschland haben durch Kurzarbeit und Auftragsrückgang aktuell weniger Einkommen. Wenn deine Eltern durch die Pandemie weniger verdienen, kann es sich lohnen, einen Aktualisierungs- oder Neuantrag bei deinem zuständigen Bafög-Amt zu stellen. Denn die Ämter berücksichtigen die aktuelle finanzielle Situation deiner Eltern und bewerten neu.

Wichtig: Deine Eltern müssen einen Nachweis vorlegen, dass sie aufgrund der Pandemie weniger Einkommen haben.

4.000 € Stipendium für Medizinstudierende

Aktuell läuft außerdem unser exklusives Stipendium für Medizinstudierende: Medical Excellence. Insgesamt werden 12 Stipendien im Wert von 4.000 € vergeben.

Nutze deine Chance und bewerbe dich noch bis zum 08.08.2020. Viel Erfolg!

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