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Per Wisch zum Wunschdate? Worauf du bei Flirt-Apps achten solltest!

Flirt-Apps haben Hochkonjunktur. Nach kostenloser Registrierung flackern nach wenigen Minuten die Profile möglicher (Flirt)-PartnerInnen über dein Display. Ob du jedoch ebenso flink zu deinem ersten Date kommst, ist eine andere Frage. Wir haben uns die bekanntesten Apps angeschaut und verraten dir, worauf man achten muss.

Flirt-Apps

Für Schnellleser:

  • Stelle fest, welcher Flirt-App-Typ du bist, für jeden Typ und für jedes Alter gibt es unterschiedliche Angebote
  • Bewertungen und Nutzerkommentare in den App-Stores können dir eine Auswahlhilfe für die passende App sein. Im Zweifel: einfach testen
  • Vorsicht Kostenfalle: Einige Apps verlangen für die Kontaktanbahnung eine Gebühr
  • Manche Apps arbeiten mit Persönlichkeitstests und Vorschlagsfunktionen, bei anderen musst du selbst auswählen. Überlege, was dir lieber ist
  • Vorsicht vor falschen Profilen, nicht hinter jedem tollen Foto steckt ein kontaktsuchender Mensch
  • Ob du Erfolg hast oder nicht, hängt letztlich auch von der Aussagekraft deines eigenen Profils ab
  • Datenschutz: Auch Flirtportale können gehackt werden. Schaue dir an, wie die Anbieter deine Daten schützen und belasse es im Zweifel bei unverfänglichen Angaben zu deiner Person.

Welcher Flirt-App-Typ bist du?

Im App-Store oder bei Google-Play tummeln sich eine Vielzahl von Standard-Flirt-Apps wie Zoosk , Neu.de , friendScout24 , Parship , Lovoo , um nur einige zu nennen. Sie alle sind in Sachen Funktionen und Zahlungsmodalitäten so ziemlich aus demselben Konzept-Holz geschnitzt. Das erwartungsvolle, neugierige Wischen oder Klicken durch die Profile der Anderen ist meist gratis. Doch Vorsicht vor zu viel Liebe auf den ersten Blick: Bezahlen musst du bei diesen Angeboten allerspätestens vor der ersten Kontaktaufnahme.

Es gibt aber auch die zweite Generation der Flirt-Apps wie Spotted , Tinder oder Okcupid . Letztere sind nicht nur in den Grundfunktionen gratis, sondern vielleicht sogar erfolgversprechender, denn sie gehen spielerisch mit dem Thema Kennenlernen um und das entspricht wohl eher dem Wesen des Spiels aus Liebe, Lust und Leidenschaft: Wer will aus dem Anbandeln schon eine Wissenschaft machen?

Suchfunktionen - Streuprinzip oder Zielgenauigkeit?

Bei den Flirt-Apps muss niemand seinen neuen Schatz wie die sprichwörtliche Nadel im Heuhaufen suchen, denn diese halten unterschiedliche Such- bzw. Findefunktionen bereit. Viele Apps haben mittlerweile auch eine auf Geodaten gestützte Umfeldsuche eingebaut.

Neu.de bietet beispielsweise eine Suche nach Stichworten wie Rauchgewohnheit, Kinderwunsch, Gewicht. Wer bei Zoosk sucht, hat diese Funktion nicht. Hier musst du immer die einzelnen Profile durchscrollen. Allerdings wirbt die App mit einer anderen Funktion: Das etwas unromantisch klingende „behavioral Matchmaking“-Verfahren soll dich ohne langwierige Fragebogenausfüllaktion zum richtigen Partner führen, weil die App dich über die Nutzung mit der Zeit immer besser kennenlernt.

Bei eDarling dagegen läuft es anders: Das System macht dir Partnervorschläge auf der Grundlage eines Persönlichkeitstests. Das soll nach Angaben der Betreiber „die Match-Wahrscheinlichkeit“ erhöhen. Auch Parship , ElitePartner und Prestige Singles setzen auf Persönlichkeitstest. Diese Apps gelten derzeit als die seriösesten Plattformen. Die Zielgruppe sind aber eher Akademiker älteren Semesters.

Die Fake-Gefahr ist immer da!

Die Betreiber der Flirt-Apps prahlen gerne mit ihren Mitgliederanzahlen, denn das suggeriert eine größere Auswahl und Trefferwahrscheinlichkeit. Daher streben sie danach, die Profilanzahl so rasch wie möglich in die Höhe zu treiben und gehen unterschiedlich streng mit falschen Profilen um. Immer wieder geraten Angebote dabei in die Kritik.

Auch versuchen Hacker an die Daten der Nutzer zu gelangen. Insbesondere Tinder soll davon betroffen sein. Selbst wenn die unechten Mitglieder schnell als solche zu erkennen sind (z.B. Modells mit ausdrucklosen Gesichtern, zu gut oder zu schlecht geschriebene Texte), bleiben sie ein Problem jeder Flirt-App, denn sie können dir schnell die Laune verderben. Achte also darauf, was du von dir preisgibst und informiere dich, wie der Anbieter deine Daten schützen will. Die Jaumo-App beispielsweise verspricht einen aktiven Kampf gegen Betrüger und sichert dir Anonymität zu, wenn du Wert drauf legst.

Zum Vergleich noch ein paar Zahlen – europaweit hat Zoosk 27 Millionen, Neu.de 43 Millionen, eDarling 13 Millionen Mitglieder. Bei Tinder sind es weltweit ca. 50 Millionen und zwei Million in Deutschland.

Kontaktaufnahme? Nur gegen Bezahlung!

Die Zahlungsmodalitäten der Standard-Flirtseiten unterscheiden sich kaum. Die erste Registrierung ist kostenlos, doch sobald du die erste Nachricht verschicken willst, wirst du zur Kasse gebeten. Bei Zoosk sind es bspw. von 15 € bis 29,99 € pro Monat- je nach Vertragsdauer. Zahlbar ist der Flirtspaß dann meist nur mit Kreditkarte. Parship ist hingegen ist mit 24,90 € bis zu 49,90 € pro Monat nicht ganz so günstig, bietet aber viele zusätzliche Premiumfunktionen. Du kannst z.B. sehen, wer dein Profil besucht hat. Auch können Profile blockiert werden. Achtung: Bisweilen ist die Preisgestaltung etwas undurchsichtig und stark von der individuellen Art der Nutzung abhängig. Schaue dir unbedingt vorher die Kündigungsmöglichkeiten an.

Ein Beispiel für versteckte Kosten ist Jaumo . Auf den ersten Klick ist das Portal kostenlos, aber sobald du die ersten „interessanten“ Flirtpartner anschreiben möchtest, beteuert das System, es würde sich um Premium-Mitglieder handeln, die nur als kostenpflichtiges Premium-Mitglied angeschrieben werden können. Solltest du grundsätzlich jedoch eher auf dem Standpunkt stehen, dass man nicht zahlen sollte, um Flirten zu können, dann seien dir die folgenden Apps empfohlen.

Entdeckt und doch verfehlt – die zweite Chance für Zögerliche

Die Mannheimer Flirt-App Spotted macht sich das Phänomen zunutze, dass Jung-Akademiker gern offline „spotten“ (entdecken), aber lieber online Kontakt aufnehmen. Kommt dir die Situation bekannt vor: Du sitzt in der Unibibliothek und der Traumpartner huscht in Windeseile an dir vorbei. Doch zu spät, du hast es vermasselt, weil du zu schüchtern warst, sie oder ihn gleich anzusprechen. Bei Spotted kannst du nun einfach Ort, Datum und eine Beschreibung des verpassten Traums posten. Mit Glück bekommst du eine zweite Chance und jemand meldet sich. Regionale Spotted-Foren gibt es nicht nur auf Facebook, sondern sogar die Homepage der Berliner Verkehrsbetriebe gibt die Möglichkeit, ganz konkret auf den entsprechenden Linien und U-Bahnhöfen online nach der verpassten Chance des Lebens zu suchen.

Direkt zum Flirt wischen – über die visuelle Brücke

Wenn du eher der visuelle Typ bist, halt dich an die Kult-Flirt-App Tinder . Hier ist der optische Eindruck das wichtigste Match-Kriterium. Erst erfolgt die kostenlose Registrierung über deinen Facebook-Account, dann scannt die App das Umfeld ab, und schon huschen unzählige Bilder von Partnervorschlägen übers Display. Bei Interesse ein Wisch nach rechts „hot“, bei Desinteresse nach links „not“. Beim neuen „Superlike“ (für super heiß) wischt du nach oben. So einfach ist das, und erst nach beidseitigem Like können sich die Liebeshungrigen per Nachricht austauschen.

Seit März 2015 ist auch Tinder teilweise kostenpflichtig, und so kannst du dir gegen eine Gebühr mehr zu vergebende „Super-Likes“ kaufen, die Werbung wegschalten oder den Standort verändern. Doch die Hauptfunktionen sind weiterhin gratis. Überhaupt sind die Grenzen zwischen den reinen Flirt-Apps und sozial Netzwerken fließend. Ein Beispiel dafür ist auch Badoo . Das Angebot bezeichnet sich selbst als Soziales Netzwerk „um neue Leute kennenzulernen“ mit mehr als 268 Millionen Mitgliedern weltweit. Viele davon nutzen Badoo als Datingplattform aber natürlich kannst du dich auch nur zum Sport verabreden.

Kosmopolitisches Flirten mit Humor

Gehörst du zu den international Flirtenden, dann ist Okcupid ideal. Diese Online-Kontaktbörse wurde von Harvard Studenten gegründet. Ihre wichtigsten Funktionen (Kontaktaufnahme) sind kostenlos. Als Nutzer kannst du Fragen im Multiple-Choice-Verfahren zur Ermittlung passender Matches beantworten, du musst es aber nicht.

Grundsätzlich geht es bei den Fragen eher um eine Ermittlung der Toleranzgrenze, deiner Einstellung zum Leben und um die Bestimmung des Alltags-Lifestyles - jeweils mit einem Augenzwinkern. Auch bei der Festlegung der sexuellen Orientierung gibt sich die Seite bewusst weltoffen und gibt dir die Chance Gleichgesinnte zu suchen, die sich auch als „pansexuell“, „demisexuell“ oder „sapiosexuell“ definieren. Durch den internationalen Charakter ist die App perfekt für Flirtsuchende, die viel in der Welt unterwegs sind.

Überhaupt ist die Anzahl der Flirt- und Dating-Apps mittlerweile nahezu unbegrenzt. Fündig wird, wer auf der Suche nach sexuellen Abenteuern ist, ebenso wie die Anhänger bestimmter Glaubensrichtungen oder Berufsgruppen.

Wie man ins Netz hineinflirtet, so flirtet es heraus

Ob du letztlich für dich die richtige Flirt-App finden kannst, hängt von einigen Fragen ab. Hat die App die richtigen Match-Algorithmen? Passt die Altersstruktur zu dir? Willst du regional oder international flirten? Springst du eher auf visuelle oder semantische Reize an? Suchst du das Abenteuer oder den Partner fürs Leben? Anderseits musst du aber auch berücksichtigen, dass der Erfolg auch von der Präsentation deiner Person abhängt. Hast du ein gutes Profilfoto gewählt? Ist dein Benutzernamen originell? Hat deine Selbstbeschreibung zumindest annähernd etwas mit der Wahrheit zu tun? Und sind deine Erwartungen realistisch? Denn was für das reale Flirtleben gilt, sollte auch beim Online-Flirt gelten. Erwarte nie zu viel!